8°, Brosch. 180 S. Neuwertiges Ex. // Wie soll mit dem allgegenwärtigen Phänomen des Hasses umgegangen werden? In dem vorliegenden Sammelband beschäftigen sich Philosophen, Psychoanalytiker, Theologen und Politikwissenschafter mit verschiedenen Facetten dieses Gefühls. Ausgangspunkt ihrer Beiträge sind Hermann Cohens Reflexionen über den talmudischen Begriff des grundlosen Hasses. Das Thema Hass hat in den letzten Jahren Konjunktur: Vor allem in der politischen und psychoanalytischen Diskussion wird es von mehreren Disziplinen aufgegriffen und nach verschiedenen Ansätzen behandelt. Diesem starken Interesse zum Trotz lässt sich aber der Eindruck kaum abweisen, dass «Hass» nach wie vor ein heikles Thema bildet und dass sogar sein Bestehen wie bei keinem anderen Affekt umstritten bleibt. Nur auf diesem Hintergrund lässt sich um nur ein Beispiel zu nennen die absichtlich provokante Geste verstehen, mit der André Glucksmann in seinem Le discours de la haine (2004) gegen die «Möchtegernspezialisten der Seele» auftreten zu müssen meint: «Dievon mir vertretene These lautet: Es gibt Hass, wir haben ihn alle kennengelernt.» Nicht weniger provokant lautet die These, die unter umgekehrten Vorzeichen von Hermann Cohen und zwar trotz des Judenhasses, den er selbst hatte erleben müssen im letzten Kapitel seines mitten im Ersten Weltkrieg verfassten Nachlasswerks vertreten wird: «Ich bestreite den Hass im Menschenherzen. [.] Was ist der Hass? Ich bestreite seine Möglichkeit. Es ist ein eitles Wort, das einen solchen Begriff bezeichnen will.» Von jeher haben Cohens Kommentare zum talmudischen Begriff des «grundlosen Hasses», in denen er die «Seelenkraft des Optimismus» erwecken und die «Zaubermachtdes Friedens» beschwören will, Faszination und Irritation in den Lesern ausgelöst. ISBN: 9783796533730 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 194.
Verlag: Zürich Rotpunktverlag, 2003
Anbieter: Libretto Antiquariat & mundart.ch, Langnau i.E., BE, Schweiz
Original-Karton, 327 Seiten, 13,5 x 20,5 cm, Sprachen Deutsch und Französisch, schön erhalten.
Anbieter: Antiquariat Thomas Haker GmbH & Co. KG, Berlin, Deutschland
Verbandsmitglied: GIAQ
Leinen. Zustand: Gut. 509 S.; 1 Abb. Guter Zustand. Bibliotheksexemplar mit Stempeln und Signatur auf Einband. Sonst Seiten sauber. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1110.
Sprache: Deutsch
Verlag: Basel, Schwabe & Co. AG 1997,, 1997
Anbieter: Antiquariat an der Uni Muenchen, München, Deutschland
Erstausgabe
8° , Leinen. 314 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag. Sehr gutes Exemplar. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 550.
Sprache: Deutsch
Verlag: Basel, Helbing & Lichtenhahn, 2004
Anbieter: antiquariat peter petrej - Bibliopolium AG, Zürich, ZH, Schweiz
Gr.8°, 247 S., OLwd. m. OU, Tadellos. Herausgegeben von Leopold Kohnund Peter A. Schmid. Der Band enthält einerseits Arbeiten, die als Dissertation an der Universität Zürich einzureichen geplant war, zum anderen Aufsätze aus dem Grenzgebiet zwischen Philosophie und Judaistik. Insgesamt ergibt sich ein sehr guter Überblick über das Schaffen von Erdös, das immer wieder um Aristoteles, Spinoza, Kant und insbesondere Hegel kreiste, aber auch von der Dialektik Gershom Scholems fasziniert war, wovon hier zwei Aufsätze zur Kabbala zeugen.Ernst ERDÖS, geb. am 5. Februar 1919 in Wien (heimatberechtigt in Hódmezó-Vásárhely/Ungarn, Staatsbürgerschaft: Ungarn), Sohn von Philipp Erdös (Kaufmann, Juwelier), wohnte in Wien 8, Langegasse 67/16. Nach der Reifeprüfung in Wien begann er ein Studium an der Universität Wien. Er war zuletzt im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im 1. Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Chemie, Physik und Mathematik (Abgangszeugnis vom 13. April 1938).Nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 emigrierte Erdös über Berlin in die Schweiz, wo er sein Chemiestudium an der ETH Zürich fortsetzte. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Elektroindustrie. Aufgrund seines Engagements für die trotzkistisch-kommunistische Bewegung wurde er 1940 verhaftet und im Folgejahr gemeinsam mit 12 weiteren Personen angeklagt. 1942 wurde er dank dem Einsatz seines Anwalts Dr. Veit Wyler mangels Beweisen freigesprochen. Er distanzierte sich von der trotzkistischen Bewegung und trat der Schweizer Sozialdemokratischen Partei bei.Seine Mutter wurde 1944 im KZ Auschwitz [Oswiecim/Polen] ermordet, sein Vater überlebte den Holocaust in Budapest/Ungarn.Nach der Pensionierung begann Erdös ein Studium der Geschichte und Philosophie an der Universität ZürichErnst Erdös starb 1998 in Zürich. 1100 gr. Schlagworte: Philosophie, Judaica, Soziale Bewegung - Sozialdemokratie.