Verlag: Magdeburg, Christian Henckel, 1702., 1702
Anbieter: Antiquariat MEINDL & SULZMANN OG, Wien - Vienna, Österreich
Kl.-4°. 31 SS., 2 Bll. Br. mit Rückenfalz. Friedrich Hoffmann (Halle a.d. Saale 1660 - 1742) war Mediziner der Frühaufklärung und Erfinder der Hoffmannstropfen. Unter Hoffmann wurden 300 seiner Schüler zu Doktoren der Medizin promoviert. Zu ihnen gehörte auch Philipp Adolph Böhmer, später wie Hoffmann mehrfach Prorektor der Universität. Als Mediziner beschäftigte sich Hoffmann auch mit der Hexenlehre. Im Oktober 1703 wurde der Medizinstudent Gottfried Büching in Halle mit dem Werk De potentia diaboli in corpora bei Hoffmann promoviert. Zu einer Zeit, als Christian Thomasius, Philosophieprofessor in Halle, die Möglichkeit von Teufelsbündnissen verwarf und für die Abschaffung der Hexenprozesse eintrat, war für Hoffmann also die Frage nach der Realität von Teufel und Hexen noch aktuell und diskussionswürdig.- Am Schluß mit Widmungsgedicht des deutschen Arztes und Apothekers Georg Daniel Coschwitz (Konitz 1679 - 1729 Halle): "Mein Freund / der Lorbeer-Krantz wird jetzt Ihm dargereichet; Den Ihm Minerva schon vorlängst gewunden hat.".- Papier gebräunt und stellenweise etw. braunfleckig.