Verlag: verlegts Wolffgang Deer in Rudolstadt, Franckfurth u. Leipzig,, 1736
Anbieter: Antiquariat Johannes Herlyn, Freiburg, Deutschland
fester Einband. 28 Blatt, 1024 S., 8 Blatt (17,5 cm) Pgt. d.Zt. (Rückenschrift von Hand) mit Ganzrotschnitt. Rücken etwas gedunkelt; die priv. Vorsatzblätter fehlen vorn und hinten; erste und letzte Seiten gebräunt; geringer Eintrag auf vorderem Innendeckel, N.a.V. von alter Hand, alter priv. Namensstempel a.T.; sonst guter Zustand. 28 Blatt Vorbericht, 8 Blatt Register.
Sprache: Deutsch
Verlag: Hamburg und Breslau 1735, 1735
Erstausgabe
35 Bll., 1088 S., 11 Bll. Mit gestochenem Wappen-Frontispiz, Holzschnitt-Titelvignette u. 2 gestochenen Portrait-Tafeln. Schlichter Pergamentband der Zeit mit allseitigem Blauschnitt. Erste Ausgabe. - VD18 90051734; Holzmann/Bohatta III, 658. Seltener erster Band der zweibändigen Biographie Friedrich Wilhelm I (der zweite Band mit seinen wichtigsten gesetzgeberischen Acten erschien 1741 in Frankfurt und Hamburg). David Fassmann (1683 1744), Schriftsteller und Journalist, wurde 1725 von Friedrich Wilhelm I. an den preußischen Hof berufen, war ab 1726 dessen Zeitungsreferent", ab 1731 Nachfolger des "königlichen Hofnarren" Jacob Paul Freiherr von Gundling. Er verliess den Hof kurze Zeit später, war als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte zwei Aufsehen erregende, vor allem kulturhisorisch bedeutende Biographien, die des Königs August II. von Polen und Leben und Thaten des Königs von Preußen Friderici Wilhelmi". "Bis in die Gegenwart hinein wird der Biograph und satirische Publizist F. abwechselnd gelobt oder getadelt. Die Zeitgenossen, Fürsten wie gebildete Bürger, verschlangen seine historischen Porträts und ließen sich von seiner geschickt verkleideten Kritik der herrschenden Zustände faszinieren () Der Kirche und der Zensur war seine unangreifbare Schilderungsweise ein ständiger Dorn im Auge. F. gehört mit seinen Raisonnements () und Kommentaren zu den ersten bürgerlich-publizistischen Kritikern der absolutistischen Regierungen" (NDB V, 28).- Mit dem Wappen-Exlibris von Emil von Siefart.- Einband minimal fleckig, vorderes Innengelenk minimal gelockert, schwach gebräunt, im Mittelteil etwas stärker.