Verlag: institut für internationale architektur.
Anbieter: Antiquariat Artemis Lorenz & Lorenz GbR, Leipzig, Deutschland
Zustand: gut. Die Hohe Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl hat einen Wettbewerb für die Architekten der sechs Mitgliedsstaaten ausgeschrieben, über den wir seinerzeit ausführlich berichtet haben (?der architekt" 1960, Seite 69ff.). Sie beabsichtigte, mit diesem Wettbewerb zu der Verbesserung der Wohnverhältnisse der Arbeitnehmer beizutragen. In diesem ?theoretischen Wettbewerb" appellierte die Hohe Behörde an die teilnahmeberechtigten Architekten, um ihre Konzeptionen für die Planung sozialer Wohnungsbaukomplexe kennenzulernen und bekanntzumachen; sie sprach gleichzeitig die Hoffnung aus, daß dieser ?theoretische Wettbewerb" in die Praxis übergreifen möge, indem ausgezeichnete Entwürfe in den Heimatländern der betreffenden Architekten ausgeführt würden. Das den Architekten vorgelegte Programm ? Ergebnis eines Kompromisses mit möglichst weitgehender Gültigkeit für sechs verschiedene Länder ? sah als Hauptaufgabe die Schaffung eines harmonischen Rahmens für das Familienleben und für die Erholung der Arbeiter der Gemeinschaft. So war ? bei aller Betonung des Wertes vorteilhafter Grundrisse ? die städtebauliche Aufgabe gestellt, welche die Organisation der Umwelt zum Mittelpunkt hat. ?Das zu planende Wohnviertel sollte einen wesentlichen Bestandteil einer Stadt bilden und in einem Kohlenrevier oder in einem Gebiet der Eisen- und Stahlindustrie gelegen sein. In diesen Gebieten sogenannter starker industrieller Konzentration herrscht ein Mangel an Baugelände. Aus diesem Problem der Praxis resultiert die besondere Aufgabenstellung, die darin bestand, eine verhältnismäßig große Zahl von Wohnungen auf dem zur Verfügung gestellten Grundstücksplan unterzubringen. Ferner mußte eine Reihe von Gemeinschaftseinrichtungen, die für das Zusammenleben der Menschen innerhalb eines Wohnviertels erforderlich sind, eingeplant werden." Die Zahl der Einsendungen bewies das Interesse der angesprochenen Architekten: 248 Teilnehmer reichten einen vollständigen und gültigen Entwurf ein (Deutschland 62, Belgien 25, Frankreich 92, Italien 24, Luxemburg 2, Niederlande 45). ?In seinem abschließenden Bericht hat der Preisrichterausschuß aus der großen Zahl der Einsendungen und der Vielfalt der vorgeschlagenen Lösungen den Schluß gezogen, daß: ? zahlreiche Architekten brennend am Problem der Arbeiterwohnungen interessiert sind; ? das Problem je nach dem Klima, den Gewohnheiten, der technischen Entwicklung und. je nach der Begabung des Architekten auf verschiedene Art gelöst werden kann; ? trotz der Verschiedenheit der vorgeschlagenen Lösungen eine Anzahl von Tendenzen hinsichtlich der städtebaulichen und architektonischen Gestaltung und ein gemeinsamer Wille zu einer Entwicklung und Verbesserung der Wohnbedingungen erkennbar sind." Die Hohe Behörde hat nun ihrerseits die preisgekrönten und angekauften Entwürfe veröffentlicht. Sie ist aber dankenswerterweise über diese Publikation der Entwürfe hinausgegangen und hat, was der internationale Charakter des Wettbewerbs und die Vielzahl der vorgeschlagenen Lösungen angebracht erscheinen ließen, verschiedene Aspekte einer besonderen Untersuchung unterzogen. C. Crappe, Brüssel, und E. Zahn, Essen, untersuchten die Bebauungspläne. G. W. Jansen, Den Haag, untersuchte unter Beratung von Dipl.Ing. A. 0. Schuil, Den Haag, und E. F. Groosman, Rotterdam, die Planung der Wohnung. B. Frommes, Luxemburg, untersuchte die sozialen und menschlichen Aspekte dieses Wettbewerbs. Diese systematische Bearbeitung der Ergebnisse eines Wettbewerbs hielten wir als Vorgang für vorbildlich und in den Erkenntnissen und Einsichten für so interessant, daß wir die Untersuchung von Crappe/Zahn auf den folgenden Seiten vorlegen. Zunächst werden die ausgezeichneten Entwürfe in der Reihenfolge vorgestellt, wie sie vom Preisrichterausschuß in seinem Bericht aufgeführt worden sind, und zwar sind die Originale der Bebauungspläne einheitlich auf Schemata im Maßstab 1:2500 zurückgeführt, was die Einsicht in das Charakteristische der Pläne wesentlich vertieft. Kurze Sätze aus dem Preisgerichtsprotokoll sind hinzugefügt. Dann folgt die eigentliche Untersuchung der Bebauungspläne durch Crappe/Zahn, deren Zweck es war, die vorgelegten Entwürfe zu analysieren, sie vom technischen wie von menschlichen Gesichtpunkten aus zu beurteilen und aus den in ihnen enthaltenen Vorschlägen Lehren zu ziehen. Die beiden Sachverständigen haben dabei insbesondere interessante Überblicke über folgende Lösungen erarbeitet: Nachbarschaftsplanung, Verkehrssicherheit, Hy- giene, Komfort und ästhetische Aspekte. (as) ? Einband leicht berieben, sonst ordentlich und gut erhalten * Verlag: institut für internationale architektur. * Bindung: Heft. Heft.
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Signiert
Schöne Original-Fotoporträtpostkarte, rückseitig mit Ort und Datum eigenhändig signiert München, Mai 1980.
Anbieter: Galerie Joseph Fach GmbH, Oberursel im Taunus, Deutschland
Kunst / Grafik / Poster
Zustand: sehr guter Zustand. Lithographie 1919, numeriert und signiert. 18,2:13,8 cm. Literatur: vgl. Söhn HDO 249-3.- Nr. 6 von 30 Exx. Auf chamoisfarbenem Bütten. Vollrandig und absolut frisch und tadellos erhalten.- Das Blatt ist auch in einer unsignierten Auflage im Jahrbuch der Jungen Kunst", hrsg. Von Prof. Dr. G. Biermann 1920 in Leipzig erschienen.
Anbieter: Galerie Joseph Fach GmbH, Oberursel im Taunus, Deutschland
Kunst / Grafik / Poster
EUR 1.600,00
Anzahl: 1 verfügbar
In den WarenkorbZustand: guter Zustand. Lithographie, 1921, auf Japan, mit Bleistift signiert Max Burchartz". Blattgröße 40,2:30,4 cm. Rechte obere Ecke mit kleiner Knickfalte. Literatur: Jahn 84; Söhn HDO 72709-4. Erschienen in: Die Schaffenden", 3. Jahrgang, 1. Mappe. Hrsg. von Paul Westheim, Berlin, Euphorion-Verlag, 1921. Eines von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japanpapier. Max Burchartz wird am 28. Juli 1887 in Elberfeld als Sohn des Fabrikanten Otto Burchartz und dessen Frau Maria Giani geboren. Er wächst in vermögenden Verhältnissen auf und beginnt nach der Schule zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Anschließend besucht er die Textilfachschule und die Kunstgewerbeschule in Barmen, bevor er 1907 ein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie aufnimmt, wo er Schüler von Walter Corde (1876-1944) wird. 1914 wird Burchartz zum Kriegsdienst eingezogen. Nach seiner Zeit als Soldat zieht er sich nach Blankenhain in Thüringen zurück. Bereits in der unmittelbaren Nachkriegszeit knüpft er von dort Kontakte zu avantgardistischen Künstlerkreisen und wird Mitglied der Berliner Novembergruppe. Zwischen 1919 und 1924 lebt Burchartz abwechselnd in Düsseldorf, Weimar und Hannover, wo er zum Kreis um Kurt Schwitters (1887-1948) gehört. 1919 schließt er sich auch dem Jungen Rheinland" an, an dessen Ausstellungen er bis 1922 teilnimmt. Ebenfalls 1919 erscheinen zehn Steinzeichnungen von Burchartz zu Dostojewskis Roman Raskolnikoff" als Mappenwerk der Galerie Flechtheim, wo der Künstler bis 1921 unter Vertrag ist. Im August 1922 besucht Burchartz einen De Stijl-Kurs bei Theo van Doesburg (1883-1931) am Bauhaus in Weimar, infolgedessen er sich verstärkt dem Konstruktivismus zuwendet. Burchartz nimmt im selben Jahr am Kongress der Konstruktivisten und Dadaisten in Weimar teil und trifft dort auf Künstler wie Hans Arp (1886-1966), Tristan Tzara (1896-1963), El Lissitzky (1890-1941) und László Moholy- Nagy (1895-1946). Er beginnt nebenher als Übersetzer für das Bauhaus zu arbeiten und beschäftigt sich mit Typographie. Ab 1924 lebt Burchartz im Ruhrgebiet. Er gründet in Bochum die erste moderne Werbeagentur in Deutschland, die unter dem Namen werbe-bau" rasch floriert. Ab 1926 entwirft Burchartz zusätzlich Möbel und ist für den Deutschen Werkbund tätig. Zwischen 1927 und 1931 hat er eine Professur für Typographie an der Folkwangschule in Essen inne, die infolge der Wirtschaftskrise gestrichen wird. In der Hoffnung auf bessere Arbeitsmöglichkeiten tritt Burchartz 1933 der NSDAP bei. Er erhält bis 1939 wiederholt Aufträge aus der Deutschen Industrie (für Drucksachen und Prospekte), kann jedoch nicht verhindern, dass 1937 im Rahmen der Aktion Entartete Kunst" über 20 seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt werden. 1939 meldet er sich freiwillig zum Kriegsdienst. 1949 wird Burchartz erneut an die Folkwangschule in Essen berufen. Er knüpft dort didaktisch an seine Zeit am Bauhaus an. Max Burchartz stirbt am 31. Januar 1961 in Essen.
Sprache: Deutsch
Anbieter: Antiquariat Werner Steinbeiß, München, Deutschland
Kunst / Grafik / Poster
Im Stock monogrammiert, rückseitig typographisch bezeichnet. 17 x 13 cm, Blattgröße 28,3 x 22,3 cm. Aus: Paul Erich Küppers, Das Kestnerbuch, Hannover, Böhme, 1919. Rifkin, 337, S. 92. - gut erhaltenes Blatt. - Buchartz wuchs in vermögenden Verhältnissen auf. Von 1906 bis 1909 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort war er Schüler von Walter Corde, Eduard von Gebhardt, Ludwig Keller und Willy Spatz. In dieser Zeit malte er bereits im impressionistischen Stil. Nach seiner Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg zog er sich ins ländliche Blankenhain zurück und malte vor allem dörfliche Motive und Stillleben.1919 bis 1926 lebte und arbeitete Burchartz überwiegend in Hannover, wo er dem Kreis um Kurt Schwitters angehörte. 1922 besuchte Burchartz einen De-Stijl-Kurs bei Theo van Doesburg am Bauhaus in Weimar. Dieser Erfahrung folgten ein Bruch in seiner bisherigen Arbeit und eine Hinwendung zur Moderne, was sich in einem von da an konstruktivistischen Malstil ausdrückte. Bei dem 1922 stattfindenden Kongress der Konstruktivisten und Dadaisten in Weimar kam Burchartz mit Hans Arp, Nelly und Theo van Doesburg, Cornelis van Eesteren, Werner Graeff, Hans Richter, Alexa und Karl Peter Röhl, Tristan Tzara, El Lissitzky, Lucia und László Moholy-Nagy zusammen. Er arbeitete auch als Übersetzer für das Bauhaus. So übersetzte er gemeinsam mit dem Autor Theo van Doesburgs Grundbegriffe der neuen gestaltenden Kunst" aus der ursprünglich niederländischen Fassung ins Deutsche (Bauhausbücher; 6). Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 550.