Conti natale noel comte (1 Ergebnisse)

Verlag: Ohne Ort (Genf): Sumptibus Samuelis Chouet, 1653
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In den WarenkorbZustand: Gut. Titel, (14), 1125, (163) Seiten. Mit einer Druckervignette auf dem Titel und etwas Buchschmuck. Hauptwerk des venezianischen Gelehrten und Historikers Natale Conti (Mailand 1520-82); erstmals 1551 erschienenes mythographisches Handbuch von großer wirkungsgeschichtlicher Bedeutung. - Brunet II, 185 ("ouvrage qui eut beaucoup de succès dans son temps"). - Graesse II, 236 (Frech: "Aujourd'hui cet ouvrage est oublié avec raison"). - Zum Drucker Samuel Chouet, der als Hugenotte Mitglied einer bekannten Genfer Verlegerdynastie war, vgl. Hist. Lex. Schweiz. - "Die lateinisch abgefasste Mythologia nimmt im Original mehr als tausend Seiten ein und erlebte im 16. und 17. Jahrhundert weit über 20 Auflagen; die französische Übersetzung durchlief ihrerseits sechs Auflagen. Damit war die Mythologia Contis weit über ihre Zeit hinaus das maßgebliche Werk zur antiken Mythologie. Im Unterschied zu den Handbüchern von Giraldi und Cartari zieht Conti in größerem Umfang Epigramme, Eidyllien und Ekphrasen aus der griechischen Literatur heran. Für die Mythendarstellung bevorzugt er einen eher literarischen als philologischen Stil. Nach einem aus dem Mittelalter übernommenen Schema werden die Mythen historisch, "naturwissenschaftlich" und moralisch interpretiert; neuplatonischer Einfluss ist in dieser allegorischen Mythendeutung klarer als bei seinen Vorgängern zu erkennen. Zum Begriff des Mythos sagt Conti in der Einleitung zur Mythologia, dass die frühen Philosophen ihr Wissen von Mythen abgeleitet haben "und daß ihre Philosophie nichts anderes war als die Bedeutung dieser Sagen, die sich ergibt, wenn man ihre Hülle und ihre Einkleidung abstreift". Contis Thesen wirkten über Francis Bacon (Weisheit der Alten, 1609) bis auf Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen fort. - Die "Mythologiae" wurden bis ins 18. Jahrhundert als autoritative Quelle für die griechische Mythologie zitiert. Philologische Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass Conti ungenau zitierte und seine Darstellung oft mit selbst ausgedachten Details ergänzte. Somit kommen die "Mythologiae" nicht als primärer Überlieferungsträger antiker Mythen in Frage, stellen jedoch ein wichtiges Zeugnis frühneuzeitlicher Antikenrezeption dar". - Der Pergamentband etwas verzogen und angestaubt, Rücken mit restauriertem Einriß. Der fliegende Vorsatz hinterlegt, Titelblatt mit leichtem Textverlust neu aufgezogen (auch Druckermarke leicht betroffen). - Lagenweise deutlich gebräunt, einige wenige kleine Ausrisse an den Blatträndern. - Innen wie außen ansonsten sauber und gut. - Mit schönem zeitgenössischem Blattweiser in Form eines geflochtenen roten Lederknopfs vor dem Register. la Gewicht in Gramm: 1100 8° (17,5 x 11 cm). Pergamentband der Zeit mit durchgezogenen Bünden und handschriftlichem Rückentitel. …