Inhaltsangabe
Mehr Workshops von den Photoshop-Kultautoren Doc Baumann und Christoph Künne! Nach dem herausragenden Erfolg des ersten Sammelbands vereint dieser nicht nur die besten Workshops weiterer DOCMA-Ausgaben. Er bringt auch exklusiv brandneue Beiträge sowie als ganz besonderes Goodie die besten Workshops aus den Magazinen Chip, Fotoheft und Photographie. Eine wertvolle und unentbehrliche Wissens- und Inspirationsquelle für alle Photoshop-Enthusiasten.
Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe von "Die besten Workshops aus DOCMA!
Falls Sie uns, also DOCMA, noch nicht kennen oder nur über Dritte von uns gehört haben, möchten Sie sicher wissen, ob sich dieses Buch für Sie lohnt oder ob Sie vielleicht doch eher ein anderes Photoshop-Buch kaufen sollten. Ich will daher versuchen, Ihnen mit einigen sachdienlichen Fragen die Entscheidung zu erleichtern:
-Sie kennen schon ein oder mehrere Auswahlwerkzeuge, wissen aber noch nicht genau, wie man einen Haarschopf, filigrane Radspeichen oder andere komplexe Formen effizient und schnell freistellt?
-Sie wissen, was ein Histogramm ist, und möchten nun auch herausfinden, wie man es nutzt, um am Ende zu technisch besseren Bildern zu kommen?
-Sie fragen sich, warum es erfahrenen Bildbearbeitern gelingt, in jedes Detail eines Fotos Zeichnung hineinzubringen, während bei Ihnen immer Schattenpartien zulaufen und/oder Lichter überstrahlen?
Wenn Sie wenigstens eine dieser Fragen mit einem "Ja" beantworten konnten, sind Sie bei uns zumindest nicht falsch.
Verspüren Sie gleichzeitig den Wunsch, in Photoshop-Disziplinen jenseits der klassischen Bildoptimierung vorzudringen? Oder anders ausgedrückt: Möchten Sie wissen, wie Sie mit diesem Werkzeug normale Fotos in Infrarotaufnahmen verwandeln, durchschnittliche Fotomodelle zu glamourösen Stars oder zu Karikaturen machen, wie Sie Gruppenbilder mit einer einzigen Person gestalten, Zigarettenrauch in jede gewünschte Form bringen, Menschen, Tiere und Gegenstände in Eisblöcke verwandeln, mit Pixeln sticken, Tageslicht- in Nachtaufnahmen umwandeln oder aus Ihren eigenen Fotos Grafiken im Stil der Apple iPod-Werbung machen?
Ja? Dann sind Sie bei uns goldrichtig. Herzlich willkommen also in der Welt von DOCMA! Damit Sie sich eine etwas genauere Vorstellung davon machen können, möchte ich Ihnen ein wenig darüber erzählen, was DOCMA genau ist, in welchen Formen es auftritt und wie Sie selbst das "DOCMA-System" am besten für Ihre Photoshop-Weiterbildung nutzen.
DOCMA, Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung, gibt es seit dem Jahr 2002 alle drei Monate als Fachmagazin am Kiosk. Das Heft, in dem es (fast) ausschließlich um Pixel-Grafikthemen geht, adressiert in erster Linie professionelle und semiprofessionelle Fotografen, Bildbearbeiter, Illustratoren und Grafiker, die eins gemeinsam haben: Sie arbeiten mit Photoshop - und das nicht erst seit gestern.
Hinter DOCMA stehen zwei Köpfe mit zwei Themenschwerpunkten: Doc Baumann, promovierter Kunstwissenschaftler, betrachtet des Thema "digitale Bilder" eher aus der grafischen Perspektive. Er zeigt Ihnen nicht nur, wie Sie aus vielen einzeln fotografierten Bildelementen glaubwürdige Montagen zaubern, sondern führt Sie auch in die Geheimnisse der Mal-, Filter- und Auswahltechniken ein. Seinen unangefochtenen Ruf als deutscher Photoshop-Papst hat er sich allerdings mit seinen Kreativ-Workshops verdient. In denen demonstriert er immer wieder aufs neue unkonventionelle Techniken, um mit den Programm-Werkzeugen (foto-)grafische Effekte zu gestalten, die so eigentlich gar nicht vorgesehen waren.
Der zweite DOCMA-Kopf, Christoph Künne, Verfasser dieser Zeilen, ist Kulturwissenschaftler und betrachtet die Welt der digitalen Bilder aus der fotografisch-technischen Perspektive. Von mir erfahren Sie, wie man fotografische Stile simuliert, am Bildschirm klassische Dunkelkammerarbeiten erledigt, digitale Farben soweit unter Kontrolle bringt, dass Monitoranzeige und gedrucktes Ergebnis einander entsprechen, oder wie Sie längst verblichenen Fotos wieder Leben einhauchen.
Bevor wir beide DOCMA auf die Welt gebracht haben, erschienen unsere Workshops viele Jahre lang in zahlreichen Magazinen. Exemplarisch stehen dafür Computerfoto, die c't, Page, Photographie, Digital Imaging oder MACup. Doch die Darstellbarkeit komplexerer Themen auf wenigen Seiten musste irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass Magazine, die einen großen Teil des Heftumfangs der Vorstellung der neuesten Kameras oder Drucker widmen, solche Workshops nicht in dem Maße und mit den Bildgrößen, die wir für sinnvoll und notwendig erachteten, drucken können.
Aber wir wollten etwas anderes, und so war das die Geburtsstunde von DOCMA, einem Heft, das möglichst viel Praxis-Wissen vermitteln will, ohne Hardware-Tests auskommt und in dem auch komplexere Themen genügend Raum finden. Inzwischen ist DOCMA natürlich gewachsen. Es gibt das beliebte Online-Portal DOCMA.info mit täglich frischen News aus der Szene, Surf- und Download-Tipps, Photoshop-Tricks, Materialien für die Workshops in den Heften und Büchern sowie einen wöchentlichen Newsletter.
Weil uns immer wieder Anfragen von Einsteigern erreichten, die darum baten, die Workshops auf etwas einfacherem Niveau abzuhandeln, haben wir seit 2004 außerdem die Edition DOCMA entwickelt - wie dieser Titel im Verlag Addison-Wesley. Dabei handelt es sich um eine Buchreihe mit mindestens acht Bänden pro Jahr. Jeder Band ist einem einzigen Teilaspekt von Photoshop gewidmet und behandelt Grundtechniken der Arbeit mit digitalen Bildern so ausführlich, dass auch nicht so erfahrene "Photoshopper" nach der Lektüre das jeweilige Thema beherrschen.
Das Grundprinzip ist bei der Edition und bei unseren "normalen" Workshops, wie Sie sie in diesem Buch finden, sehr ähnlich. Um die Inhalte zu verstehen, reicht es im Prinzip aus, die großformatigen Illustrationen zu "lesen". Erfahrene und eilige Anwender finden so bereits Lösungen für ihre Probleme, Anregungen für neue Projekte und lernen Wege kennen, die Zeit sparen helfen. Der Text vertieft das im Bild Gezeigte und liefert zusätzliche Informationen, so dass auch der Profi vom Nachlesen der Details profitiert.
In diesem Buch erwarten Sie also Workshops, Workshops und nochmal Workshops. Über die Hälfte stammt aus älteren, teilweise vergriffenen DOCMA-Ausgaben, der Rest sind speziell für dieses Buch verfasste Workshops der beiden Autoren und solche, die in "Photographie", "Fotoheft" und "Chip Foto-Video digital" erschienen sind.
Christoph Künne, im Mai 2006
Über die Autorin bzw. den Autor
Doc Baumann ist Journalist, Autor, Foto-Grafiker und Kunstwissenschaftler. Er befasst sich seit 1984 Jahren mit digitaler Bildbearbeitung und gehört in Deutschland zu den Pionieren dieser Technik. Zusammen mit Christoph Künne gründete er 2002 das Magazin DOCMA. Seit 2003 organisiert und leitet er den angesehenen Wettbewerb für digitale Bildbearbeitung DOCMA Award.
Neben seiner Beschäftigung mit Photoshop & Co. war er - ohne einen Motorradführerschein zu besitzen - viele Jahre Chefredakteur einer Motorradrockerzeitschrift (woher auch sein Spitzname stammt) und schrieb Bücher über so unterschiedliche Themen wie die Psychologie des Horrors oder die Kulturgeschichte der Darstellung Außerirdischer in Literatur und Film. 1986 verfasste er den Band "Der Film: Der Name der Rose", den er zudem setzte und gestaltete - es war das erste Buch, das in Deutschland digital produziert wurde. Seine historischen und kirchengeschichtlichen Recherchen zu "Der Name der Rose" endeten übrigens nicht mit dem Verfassen des Filmbuches. Durch diese Forschungen angeregt, arbeitet er seit 1991 selbst an einem Roman, in dem Kirchengeschichte eine zentrale Rolle spielt ... und natürlich digitale Bildfälschungen.
Baumanns Schwerpunkt bei digitaler Bildbearbeitung sind Montagen und grafisch-malerische Techniken. Dies führte zum einen zu diversen Gutachten über Bilder, die als gefälscht verdächtigt wurden - von antiken Papyri bis zu Fotos mit brisantem politischen Hintergrund - zum anderen zu einer kritischen Beschäftigung mit Montagemängeln in der Werbung, die er in seinen Zeitschriften-Kolumnen immer wieder genussvoll seziert.
Der studierte Kulturwissenschaftler Christoph Künne setzte sich schon in den frühen neunziger Jahren mit allen Aspekten der damals noch jungen DTP-Technologie und ihrem praktischen Einsatz auseinander.
Nach fünf Berufsjahren als Fachschuldozent, Industrie-Trainer, Schulungsleiter und Berater in der Druckvorstufe wechselte er 1997 zur schreibenden Zunft. Neben Büchern zum Thema digitale Bildbearbeitung veröffentlicht er seither als freier Technikjournalist regelmäßig Beiträge in Fachmagazinen wie c't, Computerfoto, Photographie oder Chip Foto/Video.
Im Jahr 2001 gründete er gemeinsam mit dem bekannten Photoshop-Experten Doc Baumann das Magazin DOCMA, die erste Fachzeitschrift für Foto-Grafiker. Analog dazu betreibt er die Webseite docma.info.
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.