Jun Ming Chen wuchs zwischen zwei Sprachen und zwei Arten zu sehen auf. Als Kind einer Teehändlerfamilie zog er nach Europa, um vergleichende Philosophie zu studieren, und kehrte nie ganz zurück.
Er beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit dem Tao Te Ching, nicht als Akademiker, sondern als Leser, der immer wieder zu denselben einundachtzig Kapiteln zurückkehrt, so wie manche Menschen immer wieder denselben Weg gehen.
Seine Lehrer waren keine Professoren. Es waren seine Großmutter, die Tee einschenkte ohne zu sprechen, ein Holzschnitzer, der vierzig Jahre lang arbeitete ohne sein Werk zu signieren, und die Bücher selbst, langsam gelesen, ein Kapitel pro Jahreszeit, bis die Jahreszeiten und die Kapitel dasselbe wurden.
Er lebt still, schreibt morgens und glaubt, dass die beste Philosophie auf eine einzige Seite passt.
365 Days of Taoism ist sein erstes Buch.