Lucian Vex

Lucian Vex gilt als das Phantom der Schweizer Literaturszene. Geboren in den nebligen Gassen von Basel und aufgewachsen in der Abgeschiedenheit eines vergessenen Bergdorfes in den Bündner Bergen, faszinierten ihn schon früh die tiefen Risse in der scheinbar makellosen Schweizer Idylle. Heute lebt er zurückgezogen am Vierwaldstättersee, wo er die kriminalistische Wahrheit hinter alten Alpen-Sagen ergründet.

Seine Krimis und „Abstrusen Geschichten“ führen direkt in die tiefsten Abgründe der Eidgenossenschaft: von mörderischen Geheimnissen hinter ländlichen Geranienkästen bis zu den surrealen Schattenseiten der Zürcher High Society. Mit Vorliebe schickt er eigenwillige, vom Leben gezeichnete Ermittler wie die Basler Kommissare Hansjörg Rösli und Thomi Stöckli auf interkantonale Strafversetzung in die Westschweiz. Wo kühle Schweizer Präzision und moderne Management-Methoden versagen, glänzen seine Protagonisten mit bodenständigem Jagdinstinkt, einer Thermoskanne Basler Mehlsuppe oder einer ehrlichen Flasche „Unser Bier“.

Vex kombiniert in seinen Werken messerscharfe Logik mit dem Absurden und fängt den Blick für das Skurrile ein, das direkt unter der geordneten Oberfläche lauert. Getreu seinem Credo: „In der Schweiz ist das Blut dicker als Schokolade, und die Geheimnisse sind tiefer als unsere Seen.“