Sancho Saltwell

Sancho Saltwell schreibt Thriller über das, was man eigentlich im Archiv lassen sollte: verschollene Manuskripte, verbotene Texte, vergessene Archive und die Menschen, die sie in die Gegenwart zerren. Seine Romane spielen in Europa – an Universitäten, in Kirchen, Bibliotheken und Grabungen – und verbinden historische Recherche mit der Frage, was passiert, wenn Texte Macht bekommen.

Statt Superagenten und Serienkiller stehen bei ihm Fachleute im Mittelpunkt: Historiker, Restauratoren, Archäologen, Leute mit halbwegs normalem Leben, die plötzlich zwischen Vatikan, Behörden, Fanatikern und ihren eigenen Fehlern stehen. Der Ton ist eher europäisch-leise als Hollywood-laut: viel Atmosphäre, reale Institutionen, nachvollziehbare Motive – und eine Eskalation, die am Ende trotzdem sehr körperlich werden kann.

Sancho Saltwell ist ein Pseudonym. Im Hauptberuf arbeitet der Autor seit vielen Jahren mit Sprache und Texten, was man seinen Büchern anmerkt: Quellen, Fußnoten, Akten und alte Seiten sind keine Deko, sondern der Motor der Geschichten. Wer Thriller mag, die irgendwo zwischen „Die neun Pforten“, Eschbach und Eco landen – mit einem Schuss Hohlbein im Finale –, ist hier richtig.

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