Das Jahrtausend teilt mein Erwachsenenleben sauber in zwei Hälften: ein Teil Karriere und ein Teil Suche.
Nachdem ich fast zwei Jahrzehnte in den Aufbau des ikonischen „Karriereerfolgs“ im House of Morgan investiert hatte, wurde JPMorgan am 1. Januar 2001 an den Meistbietenden verkauft (Chase Manhattan Bank). Ein Kapitel ging zu Ende, und die Morgendämmerung eines neuen Jahrtausends begann.
Kurz darauf ging ich – ohne konkrete Pläne im Kopf, aber mit Klarheit im Bauchgefühl. Wie Melvilles Bartleby aus *Bartleby, der Schreiber: Eine Geschichte von der Wall Street* anderthalb Jahrhunderte zuvor waren meine Gefühle darüber, auch nur einen weiteren Tag weiterzumachen, eindeutig: „Ich möchte lieber nicht.“
Von den sechs Seeleuten, die in jenem Sommer gemeinsam den weiten Atlantik überquerten – von einem Buckelwal gerammt und manövrierunfähig gemacht –, las nur einer von uns *Moby-Dick*. Kaum zu glauben. Die Bedeutung reift mit den Jahren weiter.
An meinem allerersten Tag zurück in Manhattan, um ein neues Kapitel zu erkunden, stieg ich zufällig in der Nähe der Wall Street aus der U-Bahn und wurde Zeuge, wie das zweite Flugzeug in das World Trade Center einschlug. Ein Läuten der Glocke.
Ich gründete das Capital Institute im Gefolge der Finanzkrise von 2009, um die großen Fragen über das Wirtschaftssystem zu erforschen – das Wasser, in dem wir alle schwimmen und das zu wichtig ist, um es den Ökonomen zu überlassen.
Mein Ziel ist es geworden, die Wahrheit über den fatalen Fehler von Wirtschaftswissenschaft und Finanzwesen zu erkennen und zu verkünden – einen Fehler, der politische Ideologien übersteigt, weltweit verheerende Auswirkungen hat – und eine glaubwürdige Antwort anzubieten, die der Herausforderung angemessen ist.
Die Suche dauert an, geleitet von Synchronizitäten. Schicht um Schicht. Und noch viele Schichten, die es zu entdecken gilt.