Matthias Braun

Mein Leben im Schatten der Krankheit

Ich bin Matthias, geboren 1966. Mein Leben ist seit Jahrzehnten von schweren psychischen Erkrankungen und deren tiefgreifenden Folgen gezeichnet. Mein Leidensweg spiegelt sich mittlerweile auch in erheblichen körperlichen Beschwerden wider, und ich stehe vor der Realität, als "austherapiert" zu gelten.

Frühe Traumata und der Beginn meines Leidens

Meine Leidensgeschichte begann früh, ausgelöst durch prägende Ereignisse (deren genaue Natur ich hier nicht näher ausführen möchte). Diese Erlebnisse führten bei mir zur Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), einem unsichtbaren Feind, der mich fortan mit quälenden Flashbacks und Albträumen verfolgte und mich die erlittenen Schrecken immer wieder durchleben ließ.

Die Spirale psychischer Erkrankungen

Die PTBS erwies sich als Nährboden für weitere psychische Leiden. Eine schwere Depression legte sich wie ein dunkler Schleier über meine Existenz, erstickte Freude und Hoffnung und ließ mich in Verzweiflung versinken. Hinzu kamen unkontrollierbare Angst- und Panikattacken, die mich mit brutaler Gewalt überfielen, mein Herz rasen ließen, mir den Atem nahmen und mich in Zustände purer Todesangst versetzten.

Sucht als Fluchtversuch

Auf der Suche nach einer Flucht vor dem unerträglichen inneren Schmerz griff ich zu Suchtmitteln. Alkohol, Drogen und Medikamente wurden zu trügerischen Begleitern, die kurzfristige Betäubung versprachen, mich aber letztlich nur tiefer in die Abhängigkeit und den Abgrund zogen. Die Sucht wurde zu einem weiteren Gefängnis, das meine Freiheit einschränkte.

Körperliche Folgen der seelischen Last

Die jahrelange extreme Belastung durch psychischen Stress, Sucht und einen ungesunden Lebensstil hinterließ unauslöschliche Spuren an meinem Körper. Ich erkrankte an Diabetes Typ 2 und leide unter einer Herzinsuffizienz. Mein geschwächtes Herz symbolisiert die Zerrissenheit meines gesamten Wesen.

Nach unzähligen Therapieversuchen, Klinikaufenthalten und medikamentösen Behandlungen stehe ich vor der Diagnose "austherapiert". Die medizinischen Möglichkeiten scheinen ausgeschöpft, die Hoffnung auf eine grundlegende Heilung ist gering. Mein geschwächtes Herz und mein fragiler psychischer Zustand machen jeden Tag zu einem Kampf ums Überleben, geprägt von der ständigen Angst vor der nächsten Panikattacke, dem nächsten depressiven Schub oder einem gesundheitlichen Notfall.

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