Jan Musekamp

Jan Musekamp ist stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau. Zwischen 2018 und 2014 war er Gastprofessor an der University of Pittsburgh in Pennsylvanien (Department of History und European Studies Center). Zuvor unterrichtete er osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina und war Postdoc an der Washington University in St. Louis/Missouri.

In Lehre und Forschung konzentriert er sich auf die osteuropäische Kultur- und Migrationsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Seine Hauptinteressengebiete sind Fragen von Mobilität, (Zwangs-) Migration, kultureller Aneignung in osteuropäischen Grenzregionen und transnationale Geschichte.

In seinem ersten Buch behandelt Jan Musekamp Probleme von Zwangsmigrationen und kultureller Aneignung in der polnischen Grenzstadt Szczecin (Stettin) zwischen 1945 und 2005. In seinem zweiten Buch "Shifting Lines, Entangled Borderlands. Mobilities and Migration along the Prussian Eastern Railroad" analysiert er die Auswirkungen der Eisenbahn auf die Entwicklung internationaler Netzwerke in Mittel- und Osteuropa im 19. Jahrhundert – im Spannungsfeld von Globalisierung und Nationalismus.

Sein neues Forschungsprojekt befasst sich mit den Auswirkungen der „global color line“ auf die Migrationen der deutschsprachigen Bevölkerung der Ukraine nach Brasilien, Kanada, Deutschland und innerhalb des Russländischen Reiches.