Christian Wiesner studierte an der Paris Lodron Universität Salzburg Kommunikationswissenschaft, Pädagogik und Erziehungswissenschaft sowie Kultur- und Gesellschaftswissenschaften. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrender tätig. Am Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens arbeitete er als Departmentleiter und Direktor. Seit 2019 hat er an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich die Professur für Beziehungs- und Entwicklungspädagogik sowie Pädagogik der Diversität inne. Christian Wiesner lehrt an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich, der Universität Wien und der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, unter anderem zu Diversität, Inklusion, Sonderpädagogik, Krisenintervention und Begleitungsprozessen sowie Entwicklungspädagogik.
Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Phänomenologie und Phänomenognostik der Pädagogik, Lehr-Lern-Kulturen, Entwicklungspsychologie und Entwicklungspädagogik, Bindungs-, Präsenz- und Beziehungspädagogik sowie Diversität, Inklusion, Sonderpädagogik und transformatives Lernen. Weitere Arbeitsgebiete sind psychoanalytische, psychodynamische und strukturdynamische Ansätze, Mentoring, Führung, geistes- und sozialwissenschaftliche Methoden sowie das pädagogische Ethos.
Sein Denken ist insbesondere durch die Arbeiten von Franz Brentano, Karl und Charlotte Bühler, Ernst Cassirer, Charles Sanders Peirce, Edmund Husserl, Martin Heidegger, Heinrich Rombach, Ludwig Wittgenstein, Alfred Adler, Viktor Frankl, Laura Perls, Hilarion Gottfried Petzold und Hedwig Conrad-Martius geprägt. Gemeinsam mit Michael Gebauer von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg entwickelte Christian Wiesner, anknüpfend an die Forschung zu kindlichen Naturerfahrungen und zur Konzeptbildung im Kindesalter, eine strukturphänomenologische Reformulierung der Bindungstheorie. Als ausgebildeter Glasbläser und Glasinstrumentenerzeuger verbindet er wissenschaftliches Denken mit anschaulichen und visuellen Modellierungen.