Norddeutsch, spannend, witzig - ein Mordfall im Dorf Sünnebeek an der Ostseeküste
Der Autor Oliver Witt ist Norddeutscher durch und durch, geboren und wohnhaft in Flensburg. Zu seinen erfolgreichsten Büchern gehören der Roman »Ein trügerischer Sommer im Norden« und die Katzen-Romanze »Pelle und die schöne Bertha«. Jetzt erscheint sein erster Cosy-Krimi »Schleckermäulchen singt nicht mehr«, der genau dort spielt, wo Oliver Witt lebt - im hohen Norden an der Ostsee.
Im fiktiven Dorf Sünnebeek, wo jeder jeden kennt, geschieht ein Mord. Die nicht sehr beliebte Herta Kawutzke wird heimtückisch vergiftet. Das ruft einerseits den Flensburger Kommissar Torge Rasmussen auf den Plan, aber auch die gewitzte Postzustellerin Fine Beerbusch, die in Sünnebeek auf eigene Faust ermittelt. Dabei kommt es zwischen den beiden Spürnasen zu einigen Reibereien, bei denen der Dorfpolizist Hauke Jepsen stets zu vermitteln versucht. Die teils recht kauzigen und exzentrischen Bewohner von Sünnebeek machen die Lösung des Falls auch nicht gerade leichter, denn wie sich herausstellt, hat hier fast jeder ein Geheimnis. Aber Fine Beerbusch lässt sich nicht einschüchtern und ermittelt mit ihrem ausgeprägten Instinkt und viel norddeutschem Humor weiter - bis es für alle Beteiligten gefährlich wird.
»Schleckermäulchen singt nicht mehr« ist ein klassischer Dorfkrimi, spannend und unterhaltsam, eine angenehme Flucht aus dem Alltag, ohne blutrünstige Szenen, sondern mit viel Wortwitz geschrieben. Skurrile Charaktere und spritzige Wortgefechte machen diesen ersten Fall von Fine Beerbusch zu einem echten Lesevergnügen.
Bei Oliver Witt merkt man, dass er weiß, wovon er schreibt. Mit seinem leichten und flüssigen Schreibstil gelingt es ihm, typisch norddeutsches Flair und die entsprechenden Eigenheiten der Nordlichter zu beschreiben. Hier, in der Nähe der Küste, schnackt man nämlich nicht lange, sondern nimmt die Dinge selbst in die Hand - auch wenn es sich um einen Mord handelt.