Markus Frommlet

Über mein Schreiben…

„Das Geheimnis des Lebens offenbart sich in den alltäglichen Dingen“ – so etwa ließe sich, ganz auf die Schnelle, die fiktive Frage nach dem „philosophischen Hintergrund“ meiner schriftstellerischen Tätigkeit beantworten.

Von einer bürgerlich-humanistischen Erziehung geprägt, verlief meine persönliche, weltanschauliche Entwicklung in Richtung eines subjektivistischen Realismus, der zusammen mit dem Prinzip des Zen-Buddhismus „Alles ist eins, und eins ist alles!“ zur ganz persönlichen Erkenntnis geführt hat, dass es DIE Wirklichkeit NICHT gibt, dass alles, was um uns ist, ALLUMFASSEND ist und in jeder noch so unbedeutenden Situation Weisheit steckt, die es zu erfassen und zu begreifen gilt.

Diese geistige Befindlichkeit bildet die Basis für mein Schreiben, mit dem ich auf leicht verständliche und kreative Weise aufzeigen möchte, dass die Faszination des Lebendig-Seins im UNTEILBAREN MOMENT DES AUGENBLICKS liegt, die sich beim Umgang miteinander in den kleinsten, oft unscheinbarsten Gesten äußert.

Wachheit, differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit und die Fähigkeit, die Phänomenologie einer Situation subjektiv exakt und treffend zu beschreiben, darin liegt für mich eine große Herausforderung, aber auch ein wunderbarer Impetus.

Durch die Vielzahl von unterschiedlichsten Situationen, ob skurril, komisch, oder auch mal ganz banal und „alltäglich“, die ich in den vielfältigen Handlungssträngen meiner Geschichten heraufbeschwöre, und die von mir gelegentlich bis aufs kleinste seziert werden, versuche ich, eine erzählerische Dichte zu schaffen, die, im besten Falle, das Lesen zu einem Erlebnis macht.

Der Leserschaft mittels einer Synthese von kurzweiliger Unterhaltung und hintersinniger Tiefe quasi „durch die Hintertür“ durchaus existenziell relevante Erkenntnisse zu ermöglichen, das ist eines der ehrgeizigsten Ziele, welches meinem Schreiben zugrunde liegt.

Dabei mache ich mir meine Neigung zu Phantasie und Kreativität zunutze, die mir genuin innewohnt und die häufig dazu führt, dass trotz klar vorgefertigter, strukturierter Planung meiner Erzählungen während des Schreibens, quasi aus dem Nichts, spontane und unberechenbare Einfälle auftauchen, die dann, im besten Falle, zur Nähe und Unmittelbarkeit meiner Erzählungen beitragen.

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