Irmtrud Wojak ist Geschäftsführerin der BUXUS STIFTUNG gGmbH. Sie ist Historikerin, Autorin und Kuratorin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die juristische Zeitgeschichte, Exil und politische „Erinnerungskulturen“ sowie eine Historiographie, die den Widerstand als Kampf für des Menschen Rechte versteht und erforscht. Als Frieda L. Miller Fellow am Radcliffe Institute for Advanced Study (Harvard University) untersuchte sie die Widerstandsfähigkeit von Individuen die, entgegen vorherrschender Voreingenommenheit und politischer Diskriminierung, einen auf Rechtsnormen und Mitmenschlichkeit basierenden Standpunkt bewahren. 2014 begann sie mit der Arbeit an dem Forschungs- und Bildungsprojekt der interaktiven „Fritz Bauer Bibliothek“. Sie initiierte das Fritz Bauer Forum (Zentrum für Menschenrechte, www.fritz-bauer-forum.de) in Bochum. 2004 kuratierte Irmtrud Wojak die erste große Ausstellung über den Auschwitz-Prozess, 2009 veröffentlichte sie die maßgebliche Fritz Bauer Biografie. Im Jahr 2008 absolvierte sie ihre Habilitation und erhielt ihre venia legendi an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Bis 2005 war sie stellvertretende Direktorin am Fritz Bauer Institut in Frankfurt. Sie war Leiterin der Historischen Abteilung des Internationalen Suchdienstes (Bad Arolsen) 2007/08 und Gründungsdirektorin des „NS-Dokumentationszentrums“ München 2009-2011. Irmtrud Wojak ist Lehrbeauftragte an der Universität der Bundeswehr München.
Zu den Publikationen von I. Wojak zählen zahlreiche wissenschaftliche Artikel, die “Fritz Bauer Archiv”-Webseite (www.fritz-bauer-archiv.de) und Bücher:
– Fritz Bauer 1903-1968. Eine Biographie. 2. Neuauflage Eschenlohe (BUXUS EDITION) 2019.
– Fritz Bauer 1903-1968: The prosecutor who found Eichmann and put Auschwitz on trial. Munich (BUXUS EDITION) 2018.
– Eichmanns Memoiren. Ein kritischer Essay. Frankfurt am Main (Campus) 2001, Neuauflage 2014.
– Auschwitz-Prozeß. 4 Ks 2/63. Frankfurt am Main. Hrsg. v. I. Wojak. Köln (Snoeck) 2004.
– Fritz Bauer. Die Humanität der Rechtsordnung. Ausgewählte Schriften. Hrsg. v. Joachim Perels und I. Wojak. Frankfurt am Main (Campus) 1998.
– „Geliebte Kinder…“ Briefe aus dem Amsterdamer Exil in die neue Welt. Hrsg. v. I. Wojak und Lore Hepner. Essen (Klartext) 1995.
– Exil in Chile. Die deutsch-jüdische und politische Emigration während des Nationalsozialismus 1933-1945. Berlin (Metropol) 1994.