Ralf T. Oswald

Ralf Oswald lebt mit seiner Frau in Kempfeld, arbeitet aber bei der Firma Airbus in Manching bei München. Die Zeit nach Feierabend nutzt er für ein Hobby, mit dem er sich schon lange beschäftigt: „Schreiben macht mir einfach Spaß“, sagt der 59Jährige, der nach einem Fantasyroman und einem "experimentellen" Kochbuch jetzt einen Krimi verfasst hat: „Das Virus des Drachen“ spielt in großen Teilen im Hunsrück.

Dass er schon immer ein Faible für Technik hatte, merkt man dem Thriller deutlich an.

Auch die in seinem Job erworbenen Spezialkenntnisse vom Fliegen – der Ausbildung von Piloten und Wartungspersonal, auch am Simulator – lässt er einfließen. Wobei die Handlung natürlich frei erfunden ist.

Der Krimi ist unter anderem im Geheimdienstmilieu angesiedelt: Dort gibt es eine deutsche Organisation, die mithilfe eines Quantencomputers eine neue Voraussagetechnik betreibt. Durch umfangreiche Datenauswertungen und Statistikauswertungen ist sie in der Lage, Ereignisse vorherzusagen. Dann wird's ernst: Mit 97prozentiger Wahrscheinlichkeit berechnet sie eine umfangreiche Bedrohung, die ihre Wurzeln in China hat – wobei aber auch ein Labor im Hunsrück eine besondere Rolle spielt.

Schauplätze in Deutschland sind unter anderem der frühere NatoBunker

„Erwin“ in Börfink und die Wildenburg.

Ihre Reise führt die Protagonisten des Krimis aber auch nach Australien, das Oswald mit seiner Frau schon viele Male bereist hat. „Das ist ein faszinierendes Urlaubsland“, schwärmt er. In einer Szene beschreibt er, wie ein Paar mit seinem Geländewagen mitten in der australischen Wildnis um ein Haar von einem Riesentruck überrollt wird. So ähnlich hat er das selbst mal erlebt. Mit einem Plattfuß war der Autor damals im Outback liegen geblieben, als eins dieser überlangen Ungetüme vorbeidonnerte.

Eigentlich ist Ralf Oswald DiplomDesigner:

Er arbeitete viele Jahre für Medienagenturen, ehe er 2001 zu Airbus wechselte. Was er trotz des weiten Weges von Kempfeld bis Marching nie bereut hat. Dort lebt er auf einem Campingplatz in einem selbst gebauten, lichtdurchfluteten

Kuppeldom – und feilt abends am Computer an seinen Geschichten.

Zurück zum Hunsrück: Er plant jetzt einen Horror- und Gruselkrimi, der hier spielen soll.

Diese Kombination reizt ihn. Der Hunsrück passe als Kulisse zu diesem Genre, findet der

gebürtige Hellertshausener, der jedes Wochenende von Manching zurück in die Heimat

fährt. „Das Virus des Drachen“ hat er bei Amazon selbst publiziert. Er wollte sich nicht damit aufhalten, mühsam nach einem Verlag zu suchen, Schreiben ist für Oswald einfach eine schöne Nebensache. Er ist Realist: „Groß Geld verdienen

werde ich damit sowieso nicht.“

Das Werk ist als EBook

und als Taschenbuch zu haben.

Aber: es macht einfach extrem viel Spaß.

Originalbericht von Kurt Knaudt