Der Roman „sieben monate mit mozart“ ist einerseits homoerotisch angelegt, reicht aber weit in das allgemeine Gebiet der Unterhaltungsliteratur hinein. Wir treffen einen verschlossenen Sigi, dem seine Eltern nichts bedeuten, die er sogar hasst. Dann ist da der anscheinend sorglose Stas, der aber ahnt, welches Schicksal ihm bestimmt ist. Was die beiden verbindet ist ein geheimnisvolles Päckchen, das Stas unter seinem Bett versteckt hält und die Musik.
Was die beiden trennt, ist die Homosexualität des Sigi, die er gegenüber Stas nicht zugibt und das Wissen um sie, das Stas gegenüber Sigi verschweigt. Ein Abbild einer Situation, in der sich heutzutage immer mehr junge Leute auf sich zurückziehen, um Konflikte zu vermeiden. Wir treffen eine Ex-Zeugin Jehovas, die versucht, die beiden aus ihren Verließen wieder ins Leben zurückzuführen. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse.