David Candeago

David Candeago, geboren am Niederrhein, entdeckte schon früh seine Liebe zum Reisen und zum Schreiben. Lange arbeitete er als Reisejournalist in Europa und Südostasien. Seit seiner Jugend widmet er sich den essenziellen Fragen des Lebens – und den Antworten, die Religion, Philosophie und Esoterik darauf zu bieten haben. Die daraus resultierende Weltanschauung bildet die Basis für sein Buchprojekt Weltengeher. Ruhe und Kraft findet er in der Meditation und in der Abgeschiedenheit der Natur, die er gerne mit seiner Familie und seinen Hunden durchstreift.

Interview mit David Candeago

Der Roman Weltengeher ist Liebesgeschichte, Thriller und philosophischer Roman in einem. Wie passen diese Genres zusammen?

Eigentlich passen sie nicht zusammen, könnte man tatsächlich meinen. Aber im Leben finden wir letztlich auch einen großen Facettenreichtum, der alle möglichen Genres abdeckt. Man schwebt verliebt, ist tieftraurig und verzweifelt, und könnte danach wieder springen vor Freude. Wir möchten, dass unser Leben immer erfüllt ist mit den schönen Dingen, aber das klappt ja bei den wenigsten von uns an allen Tagen.

Welcher Teil überwiegt in dem Buch?

Weltengeher ist eine Liebeserklärung - eine Liebeserklärung an das Leben. Daher bilden die Suche nach dem Sinn des Ganzen, die Sehnsucht nach Liebe und dem Verstehen der großen Zusammenhänge, der Wunsch nach persönlicher Entwicklung die zentralen Themenbereiche. Doch wie im Leben auch gibt es Enttäuschungen, die einen aufhalten, dramatische Entwicklungen, die einen vielleicht überrollen und einem den Atem nehmen können. Das muss auch Caroline entdecken. Ihre Situation ist zunächst unschön, dann vertrackt, schließlich ausweglos. Doch mithilfe von Josh stellt sie sich mutig den Herausforderungen des Lebens und der kriminellen Schattenseiten, in die sie geraten ist.

Weltengeher ist Ihr Debütroman. Wie kam es zu dieser Idee?

Die Grundidee zu Weltengeher entstand vor langer Zeit, genau genommen in den 1980ern. Die ersten Seiten habe ich noch mit der Schreibmaschine getippt. Dann ließ mir das Leben nur wenig Zeit für dieses Projekt. Immer wieder habe ich daran gearbeitet, wenn es die Umstände zuließen. In 2019 konnte ich dann den Schluss, das Finale setzen und alle Kapitel noch einmal komplett durcharbeiten.

Warum schreiben Sie? Was ist für Sie der Ansporn?

Wenn ich schreibe, dann denke ich gründlicher, feiner. Besser noch - dann verbindet sich das Denken mit dem Fühlen, mit dem Einfühlen in Sachverhalte, und führt zu einem übergreifenden, offenen Verständnis. Das macht mich klar und glücklich. Mein Antrieb ist also einfach das Glücklichsein.

Die Meditation spielt eine zentrale Rolle in Ihrem Roman. Meditieren Sie selbst?

Ja, seit mehr als dreißig Jahren. Abtauchen gelang mir früh, bereits in meiner Jugend, mithilfe der klassischen Musik. Am liebsten zu Wagner, da konnte ich stundenlang fliegen und meine Gedanken verfolgen und auflösen. Auf langen Asienreisen habe ich dann an dem Gefallen gefunden, was man Meditation nennt. Das habe ich dann daheim für mich weiterentwickelt. Wie alles im Leben verändert sich auch das immer wieder, aber ich widme mich diesem wertvollen Bereich täglich.

Was hat die Geschichte von Weltengeher mit Ihnen zu tun?

Natürlich ist Weltengeher Fiktion, doch die Orte der Handlung sind real, ebenso die greifbaren Elemente, die verwendet werden. Die meisten Orte kenne ich von eigenen Reisen. Ja, ich habe tatsächlich auf der Parkbank über Salzburg geschlafen, bin mit der Enduro monatelang durch England gefahren und habe auf dem Mount Kinabalu in Sabah gesessen, als frühmorgens die Sonne aufging und viertausend Meter unter mir die Küstenlinie durch die Wolken schien. Unsere Welt, unser Leben hat so viele mystische Aspekte und Färbungen, wir müssen sie nur wahrnehmen. Weltengeher verdichtet sie zu einem wunderschönen Bild der Liebe, der Hoffnung. Es lohnt sich, zu vertrauen. Das Leben trägt. Auch in die Zukunft.

Gibt es weitere Projekte?

Ja, zum einen wird die Geschichte um Caroline und Josh weitergehen, sie haben noch einige Abenteuer und Entwicklungen vor sich. Zum anderen arbeite ich gerade an einem handlicheren Begleitbuch, das die Essenzen der in Weltengeher vorgestellten Philosophie einerseits zusammenfasst, andererseits noch deutlicher darstellt. Da kommen Themen aus der hermetischen Philosophie zu Wort, aber auch die Bereiche Lebensphasen, Meditation und Achtsamkeit, Leben nach dem Tod, Reinkarnation und Karma finden ausführlichere Beachtung.

Weitere Infos zum Buchprojekt Weltengeher unter: www.weltengeher.de