Autoren Vita Norbert Rahn
Norbert Rahn ist 1958 in Arzberg geboren, ist wohnhaft in Forchheim/Oberfranken und ist verheiratet.
Nach Abschluss eines Studiums der medizinischen Informatik in Heidelberg war er ca. 40 Jahre bei Siemens Healthcare u.a. als Produkt Manager tätig und genießt seit August 2024 seinen Ruhestand.
Norbert Rahn veröffentlichte drei Lyrik-Bände als Self Publisher mit Hilfe von Tredition (sie sind u.a. bei Amazon gelistet):
„Die Farbe der Zeit ist zartbitter“ (2018)
„Geborgen im Netz der Zeit“ (2019)
„Wo springt die Zeit wohl hin?“ (2021)
Norbert Rahn ist Mitglied im Autoren-Netzwerk „Autoren Sternzeit“ (bei Facebook) wo er mehrere seiner Gedichte in Anthologien veröffentlichte. Zusätzlich veröffentlicht er ab und an in weiteren Facebook-Gruppen, um Feedback zu seinen Gedichten zu erhalten.
Norbert Rahn veranstaltete einige öffentliche Lyrik-Lesungen an seinem Wohnort und liest hier auch regelmäßig Gedichte im Forchheimer Literaturkreis (2018 bis heute).
Über seine Motivation zum Schreiben von Gedichten sagt der Autor heute Folgendes:
"Warum schreibe ich Lyrik? Die auf mich am ehesten zutreffende Antwort ist wohl:
Ich liebe die knappe, verdichtete Art mit dennoch ungeheurem Gedanken- und Gefühlreichtum eines guten Gedichts. Darüber hinaus - und entgegen dem Mainstream der modernen Lyrik - mag ich die Struktur gereimter Verse und die klassischen Rhythmen, die gerade aktuelle Gedanken in einem neuen, einem in der schnelllebigen Zeit ungewohnten Licht erstrahlen lassen."
In diesem Netz der Verse, der Reime, der klassischen Rhythmen, da fühlen sich die Texte und oft auch die Gedanken des Autors wohl, ja sogar geborgen (sehr authentisch zum Buchtitel "Geborgen im Netz der Zeit" passend).
Das folgende Gedicht aus "Geborgen im Netz der Zeit" gibt die Motivation zum Schreiben von Lyrik aus Sicht von Norbert Rahn am besten wieder:
Ein Gedicht? Wozu das denn!
Vor langer Zeit, vor tausenden von Jahren
Fiel klugen Köpfen ein, dass es sich lohnt,
Bedeutsames für immer zu bewahren.
So blieben wir vor Schriften nicht verschont.
Doch welcher Dichter hat es denn gewagt
Und erstmals schriftlich Poesie verfasst?
Ein Pharao - poetisch sehr begabt -
Beschrieb die Gottheit bildhaft im Palast.
Soweit so gut - hier könnte ich nun enden.
Doch einst erschien die Muse, sprach zu mir:
"Lass es allein beim Lesen nicht bewenden,
Und bringe Strophen, Verse zu Papier!".
Was fasziniert, was reizt uns an Gedichten?
Nur Lyrik kann mit Worten Szenen malen,
Nuancen der Gedanken neu belichten.
Sogar Banales darf hier Glanz verstrahlen.
Ein feines Werk mit kurzen Strophen, Zeilen
Vermag Gefühle - wohl verpackt in Bildern -
Dem Leser stark verdichtet mitzuteilen.
Wie viel lässt sich mit wenig Worten schildern!
Der Dichter lässt an sorgenvollen Tagen
Beim Schreiben all die Zweifel, Lasten gehen.
Wie durch's Ventil entweichen Denkens Plagen.
Das Blatt wird sich zur Sonnenseite drehen.
Den lieben Menschen, die wir allzeit schätzen,
Die viel zu früh aus diesem Leben schieden,
Kann ein Gedicht ein würdig' Denkmal setzen.
Sie bleiben unvergessen, ruh'n in Frieden.
Wer glaubt, durch Lyrik Reichtum zu erlangen
Und denkt, zu scheffeln damit die Moneten,
Dem ist das Kunstwerk Spitzwegs glatt entgangen:
Es zeigt den armen, frierenden Poeten.
Hat Reichtum, schnöder Mammon denn Gewicht?
Er schenkt nur kurz vermeintlich Sicherheit.
Wie wundervoll trägt jedoch ein Gedicht
Gedanken, Bilder in die Ewigkeit!
Seh' ich ein leeres, weißes Blatt Papier,
Das fleht: "Oh bitte, lass mich nicht vergilben!",
Bin ich vom Mitgefühl berührt, verzier'
Das Blatt mit fein gereimten Versen, Silben.
Und dann erblüht das Blatt, erglüht, erstrahlt,
Es kann, was seines Wesens ist, nun tun:
Was wohlgereimt im Seelenraume widerhallt,
Macht auf in's All sich - in Kubiklichtjahres-Schuh'n.
© Norbert Rahn
Leser, die gleichzeitig zum Nachdenken und zum Schmunzeln anregende Texte aus dem Bereich der Lyrik suchen, werden sich selbst in den Büchern von Norbert Rahn wiederfinden, werden das Erblühen, Erglühen, Erstrahlen seiner Gedanken zwischen den Zeilen erleben.