Ich wollte schon immer Autor werden. Meine erste Absage bekam ich irgendwann um 1965. Hätte ich sie bloß aufgehoben. Viele Jahre lang schrieb ich nur Fachtexte, weil mir lästige Kleinigkeiten wie drei Kinder, neun Enkel und drei Urenkel dazwischenkamen.
Meine Fachtexte zum Thema Qualität erschienen in verschiedenen Fachzeitschriften. Ich arbeitete über fünfzig Jahre lang im Qualitätswesen, fing als Prüfer am Fließband an und brachte es schließlich zum Vizepräsidenten für Qualität. Außerdem wurde ich zum Fellow der American Society for Quality gewählt.
Dann geschah etwas Wunderbares: Ich verlor meinen Job und war fast acht Monate arbeitslos. Um nicht verrückt zu werden, schrieb ich. Ich stellte meine Geschichten auf einer Onlineplattform ein, und siehe da: Die Leute lasen sie und sagten nette Dinge darüber. Rund acht Jahre später bin ich im Ruhestand und schreibe einfach aus Spaß.
Vieles in meinen Geschichten beruht auf eigenen Erlebnissen – man höre und staune! Von der einen oder anderen Schwindelei mal abgesehen. Das Gute an meiner beruflichen Laufbahn war, dass ich die ganze Welt bereisen durfte und an den meisten Orten, über die ich schreibe, selbst gewesen bin.
Als ich jünger war, probierte ich Ballonfahren, Fallschirmspringen, Wildwasser-Rafting, Höhlenklettern und Sportschießen aus. Ich sammelte Briefmarken, fuhr bei Orientierungsrallyes mit und hatte eine ziemlich niedrige Wertungszahl beim US-Schachverband. Ich baute eine Kentucky-Langbüchse und eine Duellpistole. Außerdem habe ich eine Amateurfunklizenz. Mein Hobby ist es, Hobbys zu haben.
Meine wahre Leidenschaft ist das Lesen. Säße ich in einem Hotelzimmer fest, würde ich das Telefonbuch lesen. Den Fernseher würde ich nicht einschalten. In den letzten sechzig Jahren habe ich im Schnitt 200 Bücher pro Jahr gelesen. Ich wusste doch, dass diese langen Flüge für irgendwas gut waren.
Übrigens wurde ich mitten in einem Luftangriff in England während des Zweiten Weltkriegs geboren. Das Haus nebenan wurde zerstört, und bei uns flogen die Fensterscheiben raus. Das ist wohl das Aufregendste, woran ich je beteiligt war. Mum hat mir das nie verziehen. Ich bin seit 56 Jahren glücklich verheiratet und hoffe, meine Frau merkt nicht, was für ein Tollpatsch ich bin.