Thü war Art Director des Macworld Magazins, Illustrator und freier Redakteur von Macwelt. Geboren 1969 und aufgewachsen in der Schweiz, ausgebildet an der Kunstgewerbeschule Zürich, lebte er später lange in Südamerika, wo er vor allem musikalisch tätig war. Er arbeitet heute als selbstständiger Illustrator, Grafiker und Webdesigner.
Cogento ist sein erster großer Roman. Zu früheren Veröffentlichungen zählen das Fachbuch Firmen Design & Identität, die Cartoon-Serie Fermi’s View, die Hörspiele von B.O.X. Bureau of the Unexplained, die in Zusammenarbeit mit seinen Kindern entstanden sind, zahlreiche Informatik-Fachartikel sowie Kritiken zu Aufnahmen klassischer Musikwerke die er für sein eigenes Thü's Audiophile Magazine schreibt.
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"COGENTO zu schreiben, war sehr befriedigend für mich. Eine Welt zu erfinden, in der ich all das berichtigen konnte, was in unserer Wirklichkeit tagtäglich falsch läuft – Despoten, Verbrecher, konservative Politiker und internationale Konzerne zur Rechenschaft zu ziehen, die normalerweise unbehelligt unsere Zivilisation in den Abgrund ziehen.
Astronomie und Science Fiction haben mich in meiner Kindheit aufgeklärt, mich gelehrt, die Welt mit eigenen Augen und Verstand zu betrachten. Das machte mich immun gegen die unsinnigen Lügen der Religion. Superhelden hingegen blieben für mich immer eine faszinierende Fantasie, obwohl mich ihre Stories mit der Zeit anödeten, weil sie zu oft auf oberflächliche Action hinausliefen – selbst meine Kinder finden das zunehmend eintönig.
Mich interessieren mehr die Interaktionen, Probleme oder Vorteile, die ein Superheld im Alltag hat, im Umgang mit normalen Menschen. Und dann ist da die Tatsache, dass es heutzutage, neben all den Ablenkungen der virtuellen Welt, schwierig ist, Kindern wichtige Themen wie skeptisches Denken, Wissenschaft oder Philosophie näherzubringen. Das wollte ich mithilfe einer spannenden Geschichte erreichen. Aus all dem ist Cogento entstanden.
Man könnte mich nun fragen, ob die glaubenskritischen Äußerungen im Buch nicht die religiösen Gefühle einiger Leser verletzen. Meine Antwort darauf lautet: Was ein streng Gläubiger beim Lesen dieses Buches empfinden mag, entspricht in etwa dem, was ein Atheist tagtäglich wie selbstverständlich ertragen muss, da er sich in einer Welt bewegt, in der Gottesbekundungen in Sprache und Bild allgegenwärtig sind und der Glaube praktisch vorausgesetzt wird."