Annette Kleen

Drei Worte, die Sie am besten beschreiben!

Sensibel, fleißig, großzügig.

Was macht Sie glücklich? Worüber können Sie sich ärgern?

Ein Stück Schwarzbrot mit Krabben.

Mich ärgert Dummheit, unter der Andere zu leiden haben und Korinthenkackerei.

Wie sieht Ihr Wohlfühl-Ort aus?

Das ist schnell zu beantworten. Unser Häuschen in Krummhörn. Dort fühle ich mich wohl und Stress hat dort keine Chance.

Was ist Ihre liebste Beschäftigung?

Naschen. :)

Wer ist Ihr Held des Alltags?

Alle Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind, oder sich ehrenamtlich für Mensch und Tier engagieren.

Sie bekommen Besuch von der guten Fee. Was wünschen Sie sich?

Dass ich bald ganz nach Ostfriesland ziehen kann und ansonsten alles so bleibt, wie es ist.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Arbeite, um zu leben und lebe nicht nur zum Arbeiten.

Gibt es etwas über Sie, das wir unbedingt wissen sollten?

Natürlich, aber ich werde es nicht verraten.

Ärgern Sie schlechte Kritiken?

Jein. Wenn man ein Buch schreibt, so bedeutet das viel viel Arbeit und es begleitet mein Leben eine Zeit lang. Da ist so ein Buch etwas wie mein Baby.

Wenn dann jemand irgendwelchen Quatsch darüber erzählt, oder schreibt, ja, dann verletzt mich das.

Mit fair begründeter Kritik kann ich umgehen. Manche Leute kaufen sich einen Ostfriesenkrimi und erwarten einen Thriller, wo Menschen die Haut abgezogen wird und/oder noch die Extremitäten. So etwas gibt es bei mir nicht, so etwas gibt es in Ostfriesland praktisch nicht. Da geht der Kommissar eben nicht in den Puff, sondern fährt zwischendurch zu seiner Familie und trinkt Tee mit Teekuchen.

Aber solche harten Thriller verkaufen sich gut.

Das stimmt, aber das war nie mein Antrieb zu schreiben.

Ich versuche Grausamkeiten auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Ein Maß, welches zum Verstehen der Geschichte erforderlich ist. Da ich auch Elemente wahrer Verbrechen nutze, ist es teilweise schon nötig, die Fakten anzupassen, weil es mir sonst niemand glauben würde. Das Leben schreibt nicht nur die besten Geschichten. Manchmal, oftmals, schreibt es auch sie härtesten Geschichten.

In dem Zusammenhang ist vielleicht lustig, dass mich eine böse E-Mail erreichte, in der mir vorgeworfen wurde, dass der Vorgesetzte der drei Hauptdarsteller, Hermann, Damian und Kai, der Kriminalrat Udo „Knubbel" Schlachter zu klischeehaft geraten sei.

Dabei ist diese Figur fast ungefiltert aus dem Leben gegriffen. Es ist sogar so, dass der originale "Knubbel" noch viel dickere Böcke geschossen hat, als es der in den Romanen tut.

Ihr neues Buch in einem Satz? (oder auch in zwei)

Wenn ich mein neuestes Buch in einem Satz beschreiben könnte, so wäre es kein gutes Buch. :)

Es gibt in „3 Tage im Oktober“ ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Auch der Knubbel ist wieder dabei.

Wie denken Sie über Konkurrenz?

Kenne ich nicht. Ich lese selber die Bücher von Elke Bergsma, Moa Graven, Ele Wolff, Klaus Dieter Wolf usw.

Die machen das richtig gut.

Was machen Sie besser, als die "Kollegen"?

Es ist ja nicht so ganz einfach. Wenn man versucht, Klischees um jeden Preis zu vermeiden, wird einem vorgeworfen, dass der Lokalkolorit fehlt und die Geschichte ebenso in Wanne-Eickel spielen könnte.

Mancher Autor übertreibt es aber. Wenn der Titel des Buches schon ein typisch Ostfriesisches Schlagwort enthält, dann kaufe ich es nicht. Ich finde manches Buch sogar respektlos, weil die Landsleute etwas deppert dargestellt werden. Das sind sie nämlich überhaupt nicht.

Was möchten Sie zum Schluss noch Ihren Lesern sagen?

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, bei allen, die mir durch den Kauf eines meiner Bücher ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Und vielen Dank auch nochmals an alle für die aufmunternden Worte per Email.

Herzlichst

Annette Kleen, August 2019

annettekleen@mail.de

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