Peter Zizka

Peter Zizka erhielt eine Ausbildung als Restaurator und studierte anschließend 1983 Grafik, Design und Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main u. a. bei Adam Jankowski. Gleichzeitig besuchte er die Städelschule in Frankfurt und studierte u. a. bei Bruce McLean. 1989 gründete Zizka zusammen mit Achim Heine und Michael Lenz das Gestaltungsbüro Heine/Lenz/Zizka.

Mit Olaf Rahlwes entstand Mitte der 1980er Jahre die Konzeptkunstgruppe Memory, die bis in die frühen 1990er Jahre an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design arbeitete. Nach der Trennung von Memory arbeitete Zizka an Projekten im Bereich des gesellschaftsrelevanten Designs . Die bekannteste Arbeit aus dieser Zeit ist die Bodeninstallation Virtuelles Minenfeld Die Arbeit wurde u. a. in der Kunsthal Rotterdam, im Auswärtigen Amt in Berlin und 2013 in der Main Gallery der United Nations in New York gezeigt. 2008 konnte Zizka den Wettbewerb um das Erscheinungsbild der Kieler Woche für sich entscheiden. 2011 war er der zweite designorientierte Praxisstipendiat der Villa Massimo in Rom. Seit 2011 wird die Installation Symbiosis u. a. im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe gezeigt, die sich am Beispiel Burundis mit der weltweiten Small-Arms-Problematik auseinandersetzt. 1,5 Tonnen Waffen aus dem Hutu-Tutsi-Konflikt wurden hierbei unter UN-Aufsicht demilitarisiert und nach Deutschland transportiert. Für den 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung 2015 generierte er auf der Frankfurter Paulskirche „Wortfusion“, eine, durch einen randomisierten Algorithmus gesteuerte, „Sprachmaschine“ die typische Sprachelemente aus der ehemaligen DDR und Westdeutschland zu neuen Begriffen fusioniert. 2018/19 sorgte seine Arbeit "Schlagende Verbindung" ein ironischer Kommentar zu den Zusammenhängen zwischen heiler konsum Welt und weltweiten Waffenexporten,für eine deutschlandweiten Diskurs um das Grundrecht auf die Freiheit der Kunst.

Zizka ist außerdem für das Museum Angewandte Kunst ist er als freier Kurator tätig.

Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Berlin.