Ich habe von 1970 bis 1975 an der Universität Hohenheim in Stuttgart Agrarbiologie studiert. Am Institut für Phytomedizin habe ich mich in meiner Diplomarbeit und Doktorarbeit mit Blattläusen beschäftigt. Über diese Blattläuse bin ich zu den Bienen gekommen, denn es gibt auch bienenwirtschaftlich wichtige Läuse auf Waldbäumen wie Fichte und Tanne. Nur wenn diese an der Rinde saugenden Blattläuse in Massen auftreten und dann viel Honigtau produzieren, gibt es Wald- und Tannenhonig. Dieser ist besonders begehrt. Ich erhielt einen Forschungsauftrag, die Populationsdynamik dieser Insekten zu untersuchen. Das habe ich dann 37 Jahre lang gemacht und in den 1980er Jahren auch den Hype um das „Waldsterben“ vor Ort miterlebt. „Nebenbei“ habe ich mich mit der Honigbiene und ihrer Haltung beschäftigt. Daraus ist dann eine weitere Langzeitstudie entstanden, in der ich 22 Jahre lang untersucht habe, wie sich Bienenvölker entwickeln und welchen Einfluss die Umwelt auf die Volksentwicklung hat. Dabei bin ich selbst zum Bienenhalter geworden.