Heidrun Urich

Heidrun Urich lebt in ihrer Wahlheimat im bayerischen Wald nahe Passau.

Nach dem Besuch des Nordpfalzgymnasiums besuchte sie zuerst in München die Modeschule um dann mit ihrem Mann gemeinsam für Goldmann-, Hanser- und Heine-Verlage

Bücher zu illustrieren.

Nachdem die Ehe gescheitert war, suchte sie sich eine andere Beschäftigung und fand sie im Schreiben von Geschichten. Ihr Lieblingsautor ist Roald Dahl, da er einen gewissen skurrilen Humor besitzt und Hitchcock, den sie für seine Filme sehr bewundert.

Schon in der Schule hatte sie immer sehr gute Noten in Aufsätzen, auch mit der Randbemerkung, dass sie eine sehr gute und logische Auffassungsgabe besitzen würde. Dies kommt ihr bei ihren Krimis jetzt sehr zugute.

Warum ich Krimis schreibe:

Wenn man in einem winzigen Dorf in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, wo es als Kind keine Abwechslung und keine Freundin gab, kommt man zwangsweise zum Lesen. Ich vergriff mich an allen Büchern, deren ich habhaft wurde – Kinderbücher sowieso, Liebesromane, von meiner Mutter verbotene Romane, die ich schrecklich langweilig fand und dann meinen ersten Krimi: Pünktchen und Anton. Ich habe die ganze Nacht bei einer Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen, mit dem Ergebnis, dass ich am nächsten Tag bei einer englischen Schularbeit zu müde war um eine gute Note zu erzielen. Aber mein Wunsch, auch so zu schreiben war geweckt worden. Ich versuchte mich daran, doch war meine kindliche Schreibweise nicht reif genug und so gab ich es auf.

Dann wurde mein Leben in andere Bahnen gelenkt, ich heiratete einen Graphiker, mit dem ich sehr erfolgreich Bücher vom Goldmann- und Heyne-Verlag illustrierte. Nach dem Scheitern meiner Ehe wollte ich eine andere Freizeitbeschäftigung und besann mich auf das frühere Schreiben. Ich versuchte es wieder, doch erst als ich einen Computer hatte, und meine Freunde und Familie mich ermunterten weiter zu machen, gewann ich das nötige Selbstvertrauen um mich an meinem ersten Krimi zu versuchen. Da merkte ich, dass gerade ein Krimi besonders logisches Denken voraussetzt und mein Ehrgeiz war gefordert.

Ab da gab es kein Halten mehr.

Da ich gerne Krimis schreibe, wie auch Biathlon anschaue, war der Gedanke nahe, beide Interessen zusammen zu bringen. Einen Krimi zu schreiben bedeutet sehr genau zu überlegen wie der Ablauf erfolgt, die Tat muss sehr gut beschrieben sein und die Personen müssen den Leser überzeugen. Das heißt, dass der Autor sich sowohl in den Täter, also die kriminelle Seite, als auch in der des Kommissars hineinversetzen muss. Man beschreibt somit die „gute“ wie auch die „dunkle“ Seite eines Krimis. Und das macht das Schreiben so überaus spannend. Wenn dann die Örtlichkeiten auch noch stimmen, sind die Bedingungen des Buches optimal. Und da das Schreiben so viel Spaß macht, bin ich überzeugt, dass auch beim Leser der Funke überspringen wird und er genau so viel Freude hat beim Lesen wie ich beim Schreiben.

Dieses Buch mit dem Titel „Das Biathlon-Biest“ enthält also pure Lust am Lesen.

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