Wolf Küper

Wolf Küper arbeitete als Tropenforscher im Amazonas-Regenwald, als Postdoc und Projektleiter an der Uni, und als wissenschaftlicher Gutachter für die Vereinten Nationen, bevor ihm seine vierjährige Tochter die Chance gab, eine Bilderbuchkarriere final zu ruinieren und sich und seiner Familie den Traum von mehr gemeinsamer Zeit zu erfüllen. Mit 69kg Gesamtbesitz, einem sechs Monate alten Baby und jeder Menge unbegründetem Urvertrauen begab sich die Familie auf eine mehrjährige Reise um die Welt... Wolf Küper kehrte mit der nicht immer alltagstauglichen Gewissheit zurück, dass Zeit der Stoff ist, aus dem unser Glück gemacht ist. Sein ebenso humorvolles wie nachdenkliches Reisetagebuch Eine Million Minuten wurde zum Bestseller, in mehrere Sprachen übersetzt, und eroberte 2024 als Film mit Karoline Herfurth und Tom Schilling in den Hauptrollen die Kinocharts. Während der Film ein Millionenpublikum begeisterte, leistete er gleichzeitig einen Beitrag zur Debatte um Arbeitsmoral, Leistungsgesellschaft, und die längst fällige Neudefinition von Wohlstand: Welche Rolle spielt Zeit für ein gutes Leben? In was für einer Zukunft wollen wir leben, wenn Zeit ein Nullsummenspiel ist, aber höhere Produktivität nicht automatisch höhere Lebensqualität bedeutet? In seinem Buch Nimm.Dir.Zeit wagt Wolf Küper deshalb den Faktencheck: Wie wichtig ist Zeit für unser gutes (Zusammen-)Leben wirklich? Wieviel Lebensqualität ist ohne Zeit möglich?

Nach -laut Familie- durchwachsenem Erfolg an Spüle und Herd war Wolf Küper 6 Jahre lang Lehrer in Südafrika. Zurzeit arbeitet er als Berater Für Zeitkultur und Coach für Biografische Transformation. Wolf Küper lebt in Kapstadt, Bonn, oder Aix-En Provence.