Roland Schmitt

„Modern Times“ ist der aktuell klingende Titel eins bekannten Filmes aus dem Jahre 1933-1936. Charles Chaplin zeigt in diesem Film die Auswirkungen des Taylorismus („Fließbandarbeit“) in der Arbeitswelt. Viele von uns haben wahrscheinlich die bekannten Bilder gesehen und im Kopf.

Inzwischen ist, nach mehreren Wellen der industriellen Automatisierung, der Bedarf an manueller Arbeitskraft deutlich zurückgegangen. Automatisierung wiederum ist eine direkte Folge des technologischen Fortschritts und insbesondere der in den letzten Jahrzehnten stattfindenden „Digitalisierung der Arbeitswelt“. Hierdurch ist der Bedarf an „Wissensarbeitern“ in einem Maße gestiegen, welches Know-how heute zu einem entscheidenden Wettbewerbs- und Standortvorteil macht.

Die Fähigkeit eines sozialen Systems (z.B. einem Unternehmen) den Menschen mit all seiner Individualität zu akzeptieren und dennoch aus einer Gruppe von Individuen ein Team in akzeptabler Zeit zu formen ist eine entscheidende Größe im Kampf um Anteile auf den internationalen Märkten geworden: Dem Wettbewerb um Know-how und dessen gewinnbringendste operative Nutzung in kürzester Zeit.

Wenn auch nicht aus „edleren Motiven“, so rückt diese Entwicklung doch den Menschen wieder in den Mittelpunkt des Geschehens. Diesen Paradigmenwechsel mitzugestalten, ist für mich eine der spannendsten Aufgaben unserer Zeit.

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