Nicholas Avedon

Nicholas Avedon schreibt über die Zukunft, weil er Schwierigkeiten hat, die Gegenwart zu akzeptieren. Für ihn ist Science-Fiction kein Eskapismus, sondern ein Instrument, um zu analysieren, wie Technologie, Machtstrukturen und menschliche Emotionen unbemerkt in unseren Alltag eindringen.

Er ist der Autor der Brin-Trilogie, die mit „11,4 Lichtträume“ (2016) beginnt – ein von der Kritik gefeierter Roman, der für sein tiefgründiges, dystopisches Universum bekannt wurde. Die Saga wird mit „Schwarze Tränen von Brin“ fortgesetzt und findet ihren Abschluss mit „Kinder von Brin“. In dieser Trilogie erforscht Avedon die Grenzen von Erinnerung, Identität und Verlangen in einer Welt, die zunehmend von Informationen und Konzernen beherrscht wird.

Darüber hinaus hat er den eigenständigen Roman „Ein glückliches Reich“ veröffentlicht, der sich mit dem Aufstieg von Konzernstaaten, der Rolle künstlicher Intelligenz und dem schleichenden Verlust individueller Freiheiten beschäftigt. Seine zentrale Frage lautet: Wie viel sind wir bereit aufzugeben, nur um bequem zu leben?

Mit über zwanzig Jahren Erfahrung in der IT-Sicherheit und im Bereich unternehmenskritischer Systeme bringt Avedon eine seltene technische Authentizität in seine Erzählungen ein. Code, Schwachstellen und Hintertüren sind bei ihm nicht bloße Kulisse – sie bilden das narrative Fundament.

Nicholas Avedon liefert keine einfachen Antworten. Er schreibt, um zu stören, zum Nachdenken anzuregen und, wenn es gelingt, etwas im Leser zum Klingen zu bringen. Er behauptet nicht, die Zukunft vorherzusagen – aber er stellt sich ihr.

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