Jorge di Raffi versteht Literatur als Erkundung innerer Landschaften. Seine Romane bewegen sich in Grenzbereichen, wo das Unbewusste zur gestaltenden Kraft wird, die Vernunft an ihre Grenzen stößt, Traum und Wirklichkeit ineinanderfließen und Identität zu zerbrechen droht. In Resonanz mit der analytischen Psychologie C. G. Jungs verbindet Jorge di Raffi psychologische Einsicht, philosophische Traditionen und Wissenschaft. Seine Figuren sind Suchende, die ihrem inneren Selbst begegnen, während sie Einsamkeit, Sehnsucht, Angst und das fragile Terrain der Erinnerung durchschreiten. Sein Stil ist psychologisch präzise, philosophisch vielfältig, poetisch verdichtet und von feinem Humor durchzogen. Experimentell, aber niemals abstrakt, tiefgründig und doch zugänglich, bewegt sich sein Werk im Bereich der psychologischen Metafiktion. Jorge di Raffi lebt heute in Frankreich und Brasilien.