Jochen Bendel

Jochen Bendel ist ein wahres Multitalent: Er ist Fernseh- und Radiomoderator, Synchronsprecher und vor allem ein großer Tierfreund. Seit 2017 ist er bei Sat.1 Gold das Gesicht, wenn es um das Thema Tiere geht.

Jochen Bendel wurde in Alzenau geboren. Seine Karriere begann er als Radiomoderator beim Hessischen Rundfunk und bei Bayern 3. Zu größerer Bekanntheit gelangte der gebürtige Franke durch die Moderation der Quizshow Ruck Zuck. Es folgten viele weitere Tätigkeiten als Moderator und Auftritte in zahlreichen Fernsehsendungen.

Seit drei Jahren moderiert er Deutschlands erfolgreichste Tiervermittlungs- Show „Haustier sucht Herz“ auf SAT1Gold.

Jochen Bendel hat sich weiterentwickelt und seine Rolle ausgebaut:

2018 schlossen er und sein Mann, der Sozialpädagoge Matthias Bendel-Pridöhl, die zertifizierte Ausbildung zum Hundetrainer ab. Seit einem Jahr arbeiten beide in einer der größten Hundeschulen Deutschlands, in München. Gemeinsam standen sie für die zweite Staffel von "Letzte Chance für 4 Pfoten" vor der Kamera und ließen ihre Expertise in das Format einfließen (Ausstrahlung Oktober 2019).

In der Serie „Kleine Hunde – großes Chaos“ (Sat1Gold) unterstützt der Hundeexperte zusammen mit der erfahrenen Verhaltensbiologin und Hundetrainerin Kate Kitchenham frischgebackene Hundeeltern und ihre Schützlinge.

Seit 2019 stellt Jochen in seinem Podcast HOLYDOG Menschen vor deren Leidenschaft für Hunde ihr Leben verändert hat. Die Serie, in der es emotional, informativ und unterhaltsam um das entspannte Zusammenleben mit unseren "Partnern" auf vier Pfoten" geht, avancierte schnell zu einem der beliebtesten Hunde-Podcasts in Deutschland.

Jochen und Matthias Bendel leben mit ihren beiden Hunden "Khaleesi und Gizmo" in München und Cuxhaven.

JOCHEN BENDEL IM AMAZON INTERVIEW:

Frage: Was hat Dich dazu bewogen Hundetrainer zu werden?

Jochen: In meiner Sendung "Haustier sucht Herz" auf Sat1Gold vermittle ich ausschließlich Hunde und Katzen aus Tierheimen und Pflegestellen die es besonders schwer haben. Die keiner will.

Weil sie eben anders sind: Zu alt, wild, zu laut. Zu traumatisiert oder einfach nur traurig oder still. Diesen Tieren eine Stimme zu geben hat mein Leben komplett umgekrempelt.

Deshalb habe ich eine zertifizierte Ausbildung zum Hundetrainer gemacht. Um Hunde besser zu verstehen und ihnen noch besser helfen zu können.

Frage: Was war das Besondere an dieser Ausbildung?

Jochen: Mir war wichtig: Meine Ausbildung sollte sehr praxisnah und auf dem neusten wissenschaftlichen Stand sein. Ich habe mir dafür ein Jahr komplett "frei genommen" und vom ersten Tag an im Hundeschul-Betrieb als ganz normaler Azubi mitgearbeitet. Das war ein sehr intensives Jahr, denn an den Wochenenden kamen oft noch die Theorie-Seminare dazu.

Täglich auf die unterschiedlichen Mensch-Hund Teams mit ihren großen und kleinen Sorgen zu treffen oder dabei zu sein, wenn positive Veränderungen erreicht wurden, das hat mich jeden Tag motiviert und glücklich gemacht. Ich habe die unterschiedlichsten Hunde schon als Welpen kennengelernt und teilweise über die Grunderziehungskurse bis zum Erwachsenwerden begleitet.

Frage: Du arbeitest jetzt regelmäßig als Trainer?

Jochen: Ja, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bekam ich das Angebot in meinem Ausbildungsbetrieb, einer sehr beliebten, international anerkannten und größten Hundeschule in Bayern, als Trainer zu arbeiten. Das mache ich fest zwei Tage die Woche.

Frage: Was ist Deine Trainings-Philosophie?

Jochen: Als Hundetrainer arbeite ich Verhaltenstherapeutisch und achte in erster Linie auf die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Viele Menschen wollen oft nur dass ihr Hund "funktioniert". Aber ich bin überzeugt: Hunde brauchen etwas noch viel Wichtigeres als nur Erziehung - Es geht um Bindung!

Was läuft da zwischen Euch beiden gut und was weniger gut.

Seid Ihr ein starkes Team?

Kommuniziert Ihr vielleicht aneinander vorbei und wie könnt Ihr Eure Kommunikation verbessern?

Frage: Wir Menschen müssten also mehr "Hündisch" lernen?

Jochen. Genau! Seinen Hund lieben - heißt lernen ihn zu verstehen. Gut auf ihn zu achten.

Und damit meine ich nicht einfach nur gut auf ihn aufzupassen. Sondern sensibel und achtsam zu sein. Ein Gespür zu entwickeln was Eure Fellnase Euch sagen will, was sie einfordert oder dringend braucht.

Im Grund ist es wie mit kleinen Kindern:

Erziehung ist Beziehung: Konsequent, aber Gewaltfrei, ohne Krawall, Stress, Schläge oder psychische Gewalt.

Gute Erziehung basiert auf Vertrauen, Aufmerksamkeit, Liebe, Geduld und gelebter Konsequenz.

Nicht der, der am lautesten schreit ist der Boss sondern der,

dem alle am meisten vertrauen - zutrauen.

Frage: Vertrauen ist eine Deiner fünf Bindung-Säulen in Deinem ersten Buch "Das Wunder der Bindung"

Jochen: Fragen wir uns doch einmal selbst: Kann mein Hund mir so fest vertrauen, dass ich immer ein Stück weit für ihn mitdenke? Ihn gar nicht erst in Situationen bringe, in denen er sich unwohl fühlt und in denen er dann Entscheidungen treffen muß, die er aber eigentlich gar nicht treffen will??!

Frage: War das bei Deinen beiden Hunden immer so einfach?

Jochen: Nein, (lacht) natürlich nicht. Die größten Fehler macht man ja bekanntlich immer selbst. Bevor ich mit meiner Ausbildung begann habe ich, wie viele Hunde-Eltern, ganz schön viel Quatsch ausprobiert. Heute weiß ich: Wenn ich mit meinen Hunden schwierige Phasen habe, dann habe ich gelernt auch bei mir selbst nachzusehen. In mich hinein zu hören. Denn unsere Hunde sind ein Spiegel unseres eigenen Ich.

Deshalb schaue ich bei meinem Coaching in erster Linie immer erst auf den Menschen und dann auf seinen tierischen Begleiter.Und zeige beiden, wie sie ein noch engeres, besseres Team werden können.

Ein Leben lang..

Mehr über Jochen Bendel auf www.jochenbendel.tv

und Instagram https://www.instagram.com/jochenbendel/

und Facebook https://www.facebook.com/jochenbendeltv/

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