GERD GEORGE.
Im Jahr 1959 bringt Elisabeth George im
schwäbischen Reutlingen ihren jüngsten Sohn
zur Welt zur Welt. "Der wird mal Künstler"
soll sie bei seinem Anblick gesagt haben und
sobald er aus der Wiege heraus gewachsen ist,
beginnt er die Welt zu erkunden. Und da gibt
es eine Menge zu tun. Gleich ein Stockwerk
tiefer bei der Oma hört er die phantastischen
Geschichten der Onkels, die mit ihren Lastkraftwägen
durchs Land fahren und wann immer
Zeit dafür ist auf einen Schnaps und eine
Zigarette bei der Frau Mama einkehren.
"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur
eine Seite davon." hat schon Augustinus Aurelius
gesagt und sobald die finanziellen Verhältnisse
und die Rechtslage es zulassen, kauft er
sich ein Kleinkraftrad und ist fortan unterwegs.
Als anständiger Schwabe beginnt er nach der
Schule zunächst damit etwas "Vernünftiges"
zu lernen und schreibt sich für ein Studium der
Volkswirtschaftlehre ein.
Doch schnell ist klar, dass seine wahre Liebe
neben der Reiserei der Fotografie gilt und so
hängt er das Studium nach einem Jahr an den
Nagel, packt Hut und Badehose und macht sich
auf den Weg nach Hamburg um bei den großen
Fotografen seiner Zeit wie Christian von Alvensleben
und Reinhard Wolf in die Lehre zu
gehen. Es zeigt sich, dass seine beiden großen
Leidenschaften ganz fabuleuse zusammen
passen, seine Lehrjahren führen ihn in alle
möglichen Teile der Welt.
Anfang der 90er Jahre macht er sich dann als
freier Fotograf selbständig, erarbeitet sich mit
seinem freien Geist, schwäbischer Zielstrebigkeit
und dem Leitsatz „Das Bessere ist der
Feind des Guten.“ den Ruf einer der besten
und erfolgreichsten Photographen in Deutschland
und weit darüber hinaus zu sein und ist
fortan in eigener Sache unterwegs.
Für Reportagen. Für Buchprojekte. Für Werbejobs.
Oder für sich selbst.
Mit Nachbauten der legendären BMW R71
11.000 Kilometer von Peking nach Berlin. Mit
dem Flieger über Afrika. Oder zu Fuß auf dem
Dachstein.
Die Kamera reist immer mit, und je komplizierter
die Aufgabe erscheint, desto begeisterter
ist er bei der Sache. Denn als findiger Sohn
einer echten schwäbischen Schaffer-Familie,
gibt es fasst kein Problem welches nicht gelöst
werden kann.
Man könnte es Besessenheit nennen.
Oder ihm einfach nur eine ausgeprägte Abenteuerlust
attestieren.
Gerd Georges jüngste Reise führte ihn nach
Südfrankreich, auf die Spuren von Nicolas Polverino.
Wo da das Abenteuer liegt?
Das lassen Sie sich am Besten von seinen Bildern
erzählen.