Der diplomierte Mathematiker Harry Schmidt ist in Ostseenähe aufgewachsen und
wurde geprägt durch den "real existierenden Sozialismus" im östlichen Teil
Deutschlands. Er versuchte schon früh, die Diskrepanz zwischen Anspruch und
Wirklichkeit literarisch aufzuarbeiten.Und bemühte sich jahrelang, seine Sicht
auf die Mauer - verfremdet als SF-Roman - in einem Berliner Verlag unterzubringen. Kurz vor der Wende bekam er die Zulassung zum Fernstudium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher". Doch da war anderes lebenswichtiger geworden. Altersbedingt gehörte er dann auch zu den "Verlierern der friedlichen Revolution". Entsprechend schwierig gestaltete sich die berufliche Neuorientierung. Die letzten zehn Jahre programmierte der Autor CNC-Maschinen in einer großen Firma, die Yachten herstellt. Und beschäftigte sich damit bis zum Ende seiner Berufstätigkeit mit Fragen der Maschinenlogik und der Technologie.Geblieben aber ist sein Interesse am Menschen. An den unterschiedlichsten Verhaltensweisen angesichts objektiver Zwänge. Unter ganz konkreten gesellschaftlichen Bedingungen. Während der Erzählband "Lapislazulisteine für Ostdeutsche" - erschienen 2000 im Scheunenverlag, Kückenshagen - noch aus der Perspektive ehemaliger DDR-Bürger berichtet, versteht sich der Roman "Ein beschneites Feuerwerk" als Parabel für grundlegende, die Existenz berührende und auch bedrohende Veränderungen im menschlichen Leben. (2014 bei united-p.c.) Damit ist dieser "Wenderoman" auch eine Art Gegenentwurf zu vielen Texten, die sich gefallen in Exklusivität, Exotik und Ausnahme. Die Heldin Rike, Industriedesignerin und behindert durch ein krankes Bein, kommt aus der Mitte der Gesellschaft und ist immer "guten Willens".
Zur Zeit arbeitet der Autor an einem gesellschaftskritischen Thriller, der nach den Idealen und Visionen der Menschen des 21-ten Jahrhunderts fragt.