Andrew Blencowe

Der aus Melbourne, Australien, stammende Andrew Blencowe entdeckte schon früh in seinem Leben, wie es ist, am Rand des Abgrunds zu leben. Während seiner Highschool-Jahre brach er die Schule ab, um Motorrad-Rennfahrer zu werden. Als Computerfreak wurde er mit Anfang Zwanzig Gründer und Firmenchef eines internationalen Software-Unternehmens mit Zweigstellen auf fünf Kontinenten. Seine internationale Sichtweise und sein Drang, Vermutungen in Frage zu stellen, sind es, die seine schriftstellerischen Interessen beeinflussen.

Während er an den Wochenenden studierte, fiel ihm immer wieder auf, dass scheinbar belanglose Handlungen geradezu unermessliche Konsequenzen hatten. Was diesen Punkt der winzigen Handlungen anbelangt, ist es wie bei einem 1000 Tonnen schweren Felsbrocken, der auf gefährliche Weise auf der Schneide eines Stahlmessers balanciert; momentan steht er unbeweglich, aber bei dem kleinsten Schubs kann eine Armee von Männern den Monolithen nicht daran hindern, den Berg hinab zu rollen.

Eine weitere, immer wiederkehrende Beobachtung war, dass Menschen die Zeitrahmen immer in kurzsichtiger Weise knapp bemessen; als Zhou Enlai in den frühen 1970er Jahren zur Bedeutung der Französischen Revolution befragt wurde, antwortete er angeblich: „Zu früh, um das zu beurteilen.“

Diese Kurzsichtigkeit wird von Tag zu Tag immer schlimmer, während die Zerstörung des Intellekts durch Mobil-„Telefone“ sich beschleunigt. Indem noch iPads und andere elektronische Lesegeräte dazukommen, wird die Fähigkeit des Menschen, ungestört zu denken und abzuwägen, mit jeder Unterbrechung mehr und mehr zerstört.

Dies sind einige der Hauptthemen in Blencowes Romanen – die Arroganz und das massive, übermäßige Vertrauen in das Neue (das in unbekümmerter und irriger Weise als besser angesehen wird); die breite Palette schneller Scheinlösungen anstelle einer sorgfältigen Analyse der unerwarteten Konsequenzen dieser oft gefährlichen modernen Notlösungen.

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