Angefangen hat alles bei unserer ehrwürdigen aber damals durchaus leicht "radikalen" Schülerzeitung. Schon im Mittelstufenalter war ich Redaktionsmitglied und wir berichteten über eigentlich alles was so an unserer Schule vorging. Besonders beliebt waren die Rubriken "wissen Sie schon...?" und die besten Zitate der Lehrkörper. Übrigens sind fast alle ehemaligen Redaktionsmitglieder auch heute noch publizistisch tätig geblieben.
Während des Jura-Studiums folgte ein Volontariat in einer Nachrichtenagentur und später dann in einer Film- und TV Produktion, die tägliches Programm herstellte. Das war durchaus farbiger als die graue Jurisprudenz und ich fand Gefallen am Fernsehen. Das Studium erwies sich als ausgesprochen nützlich, denn wer bei einer "Story" erst einmal eine saubere Fallprüfung vornimmt (wer will was von wem warum woraus?), der hat immer eine Geschichte zu erzählen. Es folgten regelmässige Aufträge für die Deutsche Welle, den WDR, das ZDF, dann später auch für die Privaten.
Doch seit Kindesbeinen gehörte meine Leidenschaft immer schon der Fliegerei. So ergab sich ein interessanter Schwerpunkt, auch für die Berichterstattung und es folgten Artikel und schliesslich Bücher. Die liegen mir eigentlich näher als die degenerierte Fernsehsprache, in der man regelmässig Menschen in Halbsätzen abschneidet und kaum noch jemand die zeit aufbringt, sich wirklich ernsthaft und nicht nur oberflächlich auf ein Thema oder eine Problem einzulassen. Auch, - so finde ich, sind Bücher eben doch "beständiger" als das, was uns da tagtäglich entgegen flimmert. Über ein gutes Buch redet man und erinnert sich auch noch nach Jahren. Fernsehbeiträge haben da eine erheblich kürzere Halbwertzeit.