reale Person
Arous Brocken ist ein Pseudonym, das ich während meines Ingenieurstudiums (Maschinenbau) in den 1990er Jahren erfunden habe. Um Berufliches und Privates besser trennen zu können, habe ich es beibehalten, als ich 1999 ins Arbeitsleben einstieg und für die Automobilindustrie Sicherheitstechnik für Autoinsassen zu konstruieren begann.
Um meine Identität zu wahren, wird man mir hoffentlich verzeihen, wenn ich nicht mehr Details preisgebe, als das: Als Jugendlicher und junger Mann war ich ein sehr aktiver Bergsteiger, Felskletterer und Gletscherwanderer, nach dem Berufseinstieg wurde der Bergsport durch den Flugsport abgelöst. Erlebnisse und Erfahrungen aus beiden Hobbies haben sich auf meine Geschichten ausgewirkt.
Autoren-Vorgeschichte
Schon als Kind habe ich Fantasien und Erlebnisse aus meinen Spielen mit meinen Spielsachen aufgeschrieben, aber das blieb wegen der Mühe beim Editieren und Verbessern recht unvollkommen, bis ich in den 1980er Jahren mit den ersten PCs und Textverarbeitungsprogrammen in Kontakt kam. Plötzlich war alles ganz einfach - bis auf das Zehn-Finger-Schreiben, zu dem man mich damals zwang, sobald ich vor die Tastatur kam.
Ich war schon immer ein Science-Fiction-Fan, spielte viele Film- und Buch-Geschichten mit meinen Spielsachen nach und begann sogar, ein eigenes SF-Universum zu erfinden, in dem ich mehrere Geschichten im Romanumfang schrieb (bisher darf man höchstens Konzepte dazu sagen, denn sie sind noch recht unbeholfen).
Battletech ohne Canon
Während des Studiums war ich von den Büchern und den Computerspielen des Battletech-Universums infiziert und habe vor allem meine (Simulations-) Erlebnisse und die Geschichten, die ich darum herum erfunden habe, aufgeschrieben. Mich hat fasziniert, welch große Rolle die Technik und Taktik im Battletech-Universum gespielt hat. Dass es auch noch ein Brettspiel gab, ist mir damals kaum bewusst gewesen, und entsprechend wenig haben mich die meisten Brettspiel-Regeln gekümmert, als meine Battletech-Geschichten entstanden sind. Als ich für meinen Erstling "Katze unter Bären" in den Verlag gab, ist leider auch dort völlig übersehen worden, dass ein Fact-Checking vielleicht gut getan hätte.
Battletech mit unmöglichen Regeln
Entsprechend verdient ist deshalb so manche Kritik der BT-Fangemeinde, und ich rechne es den Mitgliedern diverser Foren hoch an, dass sie nicht nur gemeckert, sondern auch detailliertes und konstruktives Feedback gegeben haben, so dass ich eine Chance hatte, die Tabletop-Fans zu verstehen.
Zunächst glaubte ich, die stark unterschiedlichen Bedürfnisse einer dynamischen Erzählung mit viel Gleichzeitigkeit in den Szenen unmöglich mit dem abstrakten und rhythmisierten Regelwerk des Brettspiels in Einklang bringen zu können (von einigen technischen Paradoxien ganz zu schweigen). Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass die unterhaltsamen Teile der Romane ohnehin nicht durch die Absätze entstanden sind, in denen ich sehr auf die Technik eingegangen bin, und ich habe meinen Stil angepasst, so dass nur das beschrieben wird, was für die Geschichte relevant ist. Unvereinbare oder paradoxe Dinge dabei einfach zu ignorieren und nicht zu erwähnen, ist leicht. Und so sind spätestens ab dem dritten Buch "Mission Kiamba" keine Ignoranz-Regelverletzungen mehr vorgekommen.
Battletech im Canon
Im Lauf der Zeit sind mir dennoch einige kreative Einfälle gekommen, mit denen ich erzählerische Ergänzungen vornehmen konnte, die einige Regeldiskrepanzen erklären und dennoch technisch plausibel werden lassen konnten. Das und die tolle Unterstützung mehrerer freiwilliger Fact-Checker und Probeleser aus der BT-Fangemeinde haben mir geholfen, die Qualität der Geschichten um eine ganze Stufe anzuheben. Freundliche Beratung durch den Verlag (Lektoren und Produktlinien-Manager) sind ein weiterer Eckpfeiler, ohne den die Bücher nicht das geworden wären, was sie sind. In der Zusammenarbeit macht es wieder uneingeschränkt Spaß, Battletech zu schreiben und immer weitere Geschichten zu erfinden.
Projekte
Nach dem Bear-Zyklus bleibe ich dem Söldnerhandwerk treu, aber statt eines Clanners mit einer Vorliebe für PPKs und LSR ist der Protagonist Griskan Orlov ein Sphärer mit einer Leidenschaft für AKs und KSR. Daneben beschäftige ich mich zur Zeit mit Battlespace-Abenteuern im Rahmen des ersten Sternenbunds, in denen die Handlung um den Flottenoffizier Leonid Kitallan vor allem an Bord von Gefechtssprungschiffen und im Cockpit von Luft-/Raumjägern stattfindet.