Anja Balschun, Jahrgang 1966, entdeckte schon früh ihre Liebe zur Literatur und ist seit ihrer Kindheit eine echte Leseratte. Diese Leidenschaft führte dazu, dass sie bereits als Achtjährige ihren ersten Krimi verfasste, in dem es um eine gestohlene Vase ging. Das Manuskript ist leider verschollen, alles Suchen blieb bis jetzt erfolglos.
Bis zu ihrer ersten Veröffentlichung dauerte es dann eine Weile, nämlich bis zum Jahr 2002. Zu dieser Zeit schrieb Lotto Rheinland-Pfalz einen Literaturwettbewerb zum Thema Glück aus. Anja Balschuns Kurzgeschichte Pikkolo gehörte zu den 30 Geschichten die aus über sechshundert anonymen Einsendungen für die Anthologie ausgewählt wurden.
Nach diesem Erfolg war die Schreibleidenschaft endgültig nicht mehr zu stoppen und schnell folgte die Veröffentlichung weiterer Kurzgeschichten. Unter anderem in den Anthologien von Lotto Rheinland-Pfalz und den Krimi-Anthologien des Odenwaldkreises. Einige ihrer Beiträge wurden mit Preisen bedacht.
Im Jahre 2010 wurde der erste Kriminalroman mit dem Titel Nonnen(m)orden anders! aus Anja Balschuns Feder veröffentlicht. Es folgten Flaschenkinder (2011), Dunkelgeld (2012), Statt-Theater (2013) und Öko-Schwein (2014). In ihren Krimis übernimmt ihre Heimatstadt Koblenz immer eine besondere Rolle, liefert sie doch die Kulisse für die spannenden Geschichten.
Anja Balschuns literarische Palette ist breit gefächert und umfasst neben mörderischen Ereignissen auch Gedichte, sowie Geschichten in Kowelenzer Platt. Alle ihre Texte zeichnen sich durch überraschende Wendungen und den teils ironisch feinen, teils deftigen Humor aus.
Sie wohnt, wie könnte es anders sein, in ihrer Heimatstadt Koblenz umgeben von summenden Insekten, Kröten, Igeln (lebenden und solchen aus Keramik), gefiederten Gartenbewohnern, ausgesprochen lieben Nachbarn und ihrer Katzendame Summer mitten im Grünen.
Die zierliche Samtpfote ist ihrem Frauchen oftmals Vorbild und Inspiration zugleich. Ist sie doch eine Meisterin der scharfen Beobachtung, des geduldigen Lauerns, des geräuschlosen Anschleichens und des energischen Zuschlagens.