Wolfgang Kaiser

"Chemie - Oh Schreck"!

Keine Regel ohne Ausnahme. Doch vergleichsweise zur Physik führt die Chemie im Ingenieurwesen ein Schattendasein. Insbesondere stösst die chemische Formelsprache (- ausgenommen für kleine Moleküle wie beispielsweise Wasser und Ammoniak oder aktuell Kohlendioxid sowie Methan etc. -) auf wenig Gegenliebe.

Der Autor - in Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Polymertechnologie als "Kunststoff-Kaiser und/oder Kunststoff-Papst" in der Schweiz bekannt - überzeugte während seiner beruflichen Tätigkeit viele Studierende von der Notwendigkeit, dass ohne Basiskenntnisse in der Chemie ein vertieftes Verständnis der Kunststofftechnik auf der Strecke bleibt. Beispielsweise wie das nicht-newtonsche Fliessverhalten einer Polymerschmelze (Rheologie) oder die physikalischen Eigenschaften eines Bauteils aus Kunststoff auch von der chemischen (molekularen) Struktur abhängig sind. NIcht zuletzt ist die Kunststoffchemie in der Praxis bei auftretenden Schwierigkeiten während der Verarbeitung bis hin zu Bauteilschäden ein gefragter "Nothelfer".

Die vorliegende fünfte Auflage versteht sich somit erneut als "Kondensat" seiner Bemühungen um Ingenieuren/Ingeneurinnen auch zukünftig den Zugang zum Thema Chemie in der Kunststofftechnik so einfach wie möglich zu gestalten. Diesem Anspruch versucht der Autor auf zweierlei Art und Weise zu genügen. Einerseits zehrt er von seinem langjährigen Erfahrungsschatz als Dozent sowie als Experte bei der Beurteilung komlexer Sachverhalte.

Andrerseits muss der Inhalt des Buches mit dem aktuellen Stand der Kunststofftechnik kompatibel sein.

Weit herum bekannt und vielfach zitiert formulierte er vor Jahrzehnten für seine Studierenden den "Hauptsatz der Kunststofftechnik":

Polymer-Rohstoff(e) + Zusatzstoff(e) = Kunststoff (Plastik)

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