Alfred Berger

Alfred Berger wurde 1963 in Rosenheim/Obb. geboren und ist dort auch aufgewachsen. Als Kind war er sehr neugierig, fantasievoll und aktiv. Das kollidierte allerdings mit den katholischen

Lebensvorstellungen einer Vorstadt, einem alkoholabhängigen Vater und einer überforderten

Mutter. Es entstand die Tendenz, in andere Welten zu flüchten, die er in Alkohol und

Drogen fand.

Nach 28 Jahren Suchtgeschichte – mit deutlich mehr Tiefen als Höhen – entschloss er sich 2006 zu einer Therapie und ist seither clean. 2007 begann er Theater zu spielen und 2010

entdeckte er seine Liebe zum Schreiben (neu). In seinen Texten finden menschliche Abgründe und die dunkle Seite der menschlichen Seele ihr Zuhause. Er lebt heute bei Stuttgart.

"Wenn ich beschreibe, wie zwei Tröpfchen Blut in einer Tasse Kaffee ein Leben umkrempeln, was man mit Injektionsnadeln anstellen kann, außer sie für medizinische Zwecke zu verwenden, oder enthülle, wie Gottes Plan aussieht – ist das natürlich Fiktion. Entsprungen aus meiner literarischen Fantasie, die ihren Ursprung in der dunklen Seite meines Wesens hat. Jeder trägt diese Seite in sich. Manche geben ihr Raum, indem sie Straftaten begehen. Andere, indem sie bluttriefende Filme ansehen. Bei Vielen schläft sie tief und fest – um irgendwann zu erwachen. Ich lasse sie schreiben. Die Leser zu verunsichern, zu erschrecken und sie ratlos zurückzulassen, das liebt mein böses Ich. Wie gesagt: Alles reine Fiktion. Ganz sicher sogar. Oder etwa doch nicht?*