Gottlieb Eder

Gottlieb Eder wurde als Nachkriegskind 1947 in Zell am See (A) geboren. Er wuchs im elterlichen Grünlandbetrieb mit Milchvieh und Frühstückspension auf. Im Vorschulalter erkrankte er an Tuberkulose. Während der langwierigen und schmerzhaften Behandlung "fischte" Gottlieb Eder zum Ausgleich im angrenzenden Dorfbach vom Vater heimlich an den Haken gehängte, eingelegte Heringe, wodurch seine Karriere als jüngster Schwarzfischer in der Region vorbestimmt war. Diese Art der Freizeitbeschäftigung ließ ihn einen starken Bezug zur Vielfalt der nassen Lebensräume sowie ihrem faszinierendem Artenreichtum entwickeln. Nach der Matura an der Höheren Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft, der Wehrpflicht und der Ausbildung zum Pflichtschullehrer mit der Fächerkombination Biologie, Mathematik, Physik und Chemie engagierte er sich für den Umweltschutz. Die schaukelnd in der Hängematte konzipierten Projekte – sie reichten vom Unkenteich im Schulhof, über die Wiederbesiedelung mit Edelkrebsen bis hin zum Schmetterlingslehrweg – realisierte er mit den Schülern in der Freizeit. Die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit brachte ihn zum Schreiben. Seine Erlebnisse als Fliegenfischer auf unverbauten Flüssen sind im 2009 erschienenen Buch „Abenteuer Fischen – Von Alaska bis Sibirien“ nachzulesen. Die Neuerscheinung „Schuppige Meilensteine“ beinhaltet dreißig autobiographische Geschichten, in denen der Autor sich ausgehend von seiner Verbundenheit zur Natur Gedanken macht, wie das Ökosystem Wasser nachhaltig verfügbar bleiben kann.

Im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit entdeckte er seine Freude am Schreiben. Mittlerweile hat der Fliegenfischer mit Vorliebe für unverbaute Flüsse zwei Bücher veröffentlicht: „Abenteuer Fischen – Von Alaska bis Sibirien“ (2009) und „Schuppige Meilensteine“ (2012).