Barbara Spangler

Barbara Spangler, geb. Lenke, Nürnberg

Anregungen und Meinungen zu den Büchern gerne an 1370651(at)gmx.de

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Interview Kindle Direct Publishing Newsletter, Juli 2012

Autorenstimme: Barbara Spangler

Barbara Spangler, Autorin der Bücher "4 Uhr wird geharkt" und "Kriegsgefangener 1370651" über ihre Erfahrungen mit Kindle Direct Publishing.

Ich wollte schon vor mehr als 15 Jahren Bücher veröffentlichen. Aber alles braucht seine Zeit. Jetzt ist die Zeit reif. Vor Kurzem erschienen knapp hintereinander meine beiden Bücher "4 Uhr wird geharkt" und "Kriegsgefangener 1370651". Ein weiterer Titel ist in Arbeit und wird in Kürze erscheinen.

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Ich wagte das Experiment und tastete mich mit Anleitungen und der Hilfe von erfahrenen Kindle-Autoren durch den Veröffentlichungsprozess, und binnen kürzester Zeit war das erste Buch online. Himmel, war ich stolz, als "4 Uhr wird geharkt" das erste Mal auf der Amazon-Seite und auf meinem Kindle erschien. Das Gefühl kann man kaum beschreiben. Und mein zweiter Gedanke war: Wenn Papa das noch erlebt hätte!

In der Zwischenzeit ist mein zweites Buch "Kriegsgefangener 1370651" erschienen. Das schönste daran ist, die Bücher werden gelesen.

Die Möglichkeiten, die KDP Select bietet, helfen natürlich ungemein, etwas zu erreichen. Bei meinen beiden Gratis-Werbeaktionen - jeweils zwei Tage pro Buch - wurden über 2.000 Bücher (pro Buch wohlgemerkt) heruntergeladen. Unglaublich. Das gibt dem Verkauf einen richtigen Schub. Ich habe mit KDP nur die besten Erfahrungen gemacht.

Wie bei jedem Autor, dessen Geschichte man liest, sind auch meine Erfahrungen mit dem "traditionellen" Buchmarkt im Allgemeinen nicht sonderlich positiv gewesen und führten dazu, andere Wege zu suchen oder eben aufzugeben. Und das ist nicht erst seit heute so. Auch mein Vater hat seine Ideen schon vor 30 Jahren versucht zu veröffentlichen - erfolglos. Irgendwann hatte er die Nase voll, gab mir die Vorlagen und sagte: "Wenn Du magst, mach was draus. Meinen Segen hast Du." Und da lag dann der ganze Schatz über 15 Jahre auf meinem Schreibtisch. Der Wunsch, "was draus zu machen", war natürlich immer vorhanden, aber wie an den Hürden der Verlage vorbeikommen? Dann stießen wir auf KDP und die Möglichkeiten, die dahinter steckten.

Der große Pluspunkt für KDP im Vergleich zur Konkurrenz ist natürlich die Mutter "Amazon". Wer auf Amazon.de unterwegs ist, kommt automatisch irgendwann auf den Kindle und KDP. Andere Anbieter, denen kein solcher Weltkonzern im Rücken steht, tun sich da schwer.

Es gibt aber auch bei KDP Dinge, die ich mir wünsche und verbessern würde. Wichtig wäre es nach meiner Meinung, dem konservativen Leser die Möglichkeit zu bieten, das Buch auch als Druckausgabe zu bestellen. Alles aus einer Hand - Kindle eBook und "Print on Demand"-Version wäre klasse.

Außerdem wären kostenlose Promotion-Exemplare für Autoren wünschenswert sowie die Geschenk-Option für Käufer.

Mein Rat an alle, die darüber nachdenken Ihre Arbeit niederzuschreiben: Erstmal einen Kindle besorgen und sich von dieser neuen Welt faszinieren lassen. Danach Bücher zum Thema "Veröffentlichen mit Kindle Direct Publishing" herunterladen und schmökern, dann kommt das Aha-Erlebnis und die Lust, es zu wagen, von ganz allein. Man kann nichts falsch machen, kann nichts verlieren, nur gewinnen - und wenn der Gewinn nicht materiell sein sollte, dann gibt es auf jeden Fall Selbstbewußtsein gratis.

- Barbara Spangler

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