In Nordamerika reiste ich unzählige male herum, um das Land und die Leute kennenzulernen. Ich besuchte viele Museen um die Vergangenheit der Siedler, Pioniere, Trapper, Goldsucher, Soldaten und natürlich die der Ureinwohner die man fälschlicherweise Indianer nennt, besser kennenzulernen. Zusätzlich informierte ich mich über die Tiere und Pflanzen die dort heimisch sind. Ich studierte die Fachbücher von indigenen Autoren und sprach auch mit den heutigen Natives. Damit habe ich mir ein grossflächiges Bild erarbeiten können, um die damalige Zeit des 19. Jahrhunderts bestmöglich wiederzugeben.
In meinen Büchern möchte ich nicht nur die ungerechte Geschichte, sondern auch die Bräuche und Traditionen der Indianer vermitteln die heute beinahe verschwunden sind, oder nur noch teilweise existieren.
Geschrieben wurden die Bücher wie in einem Kreislauf. So führt das Ende meiner Romane immer zurück zum Anfang.
Custers letzte Botschaft.
Es ist die Lebensgeschichte von Dewey Beard, dem letzten Ueberlebenden des Greasy Grass,-der Schlacht am Little Big Horn im Jahre 1876. Erstaunlicherweise überlebte er auch das Massaker am Chankpe Opi Wakpala/ Wounted Knee im Jahre 1890, wo viele Frauen und Kinder ihr Leben verloren. (1858 wurde er geboren und lebte bis ins hohe Alter.-Gestorben 1955. *Siehe Photo in Vorschau )
Mein 1. Roman besticht durch den genauen Ablauf der Schlacht am Little Big Horn im Jahre 1876. Auch einen Sonnentanz der Lakota-Sioux, eine Schwitzhüttenzeremonie sowie andere Bräuche werden vorgestellt.
Acht Jahre zuvor verlor Captain Benteen seinen besten Freund am Washita, weil ihn Custer schmählich im Stich liess. Dies führte zu einer lebenslangen Feindschaft, die mitunter zur Niederlage der 7. Kavallerie führte. Auch die hügelige Prärie, sowie die Kriegstaktik der verbündeten Lakota-Sioux, Cheyenne und Arapaho Indianer waren massgeblich Mitentscheidend. Und natürlich die Fehler von Custer, der die Indianer zahlenmässig Massiv unterschätzte und seine Soldaten aufteilte.
Ich Persönlich teile die Ansicht nicht, dass die Indianer besser bewaffnet waren. Zwar hatten die Indianer Gewehre, doch auch Pfeil und Bogen konnten in dem Gelände vortrefflich eingesetzt werden. Zudem waren sie die besseren Reiter und im Nahkampf etwa gleich stark wie die Soldaten, die keine Säbel bei sich trugen.
1989 besuchte ich das erste Mal das Schlachtfeld. Ich erinnere mich noch an die vielen Verkaufsstände der Crow-Indianer, die bis zum Parkplatz des Museums reichten.
Früher hatte man sich hauptsächlich um die toten Soldaten gekümmert, um die Tragödie von Custer. So gab es nur die weissen Grabsteine und die Säule mit dem Massengrab von Custer und seinen Soldaten. Die Prärie-Indianer beachtete man kaum.
Heute präsentiert sich das Schlachtfeld ausgewogen und informativ. So wurden auch rotbraune Grabsteine für die Indianer errichtet. Eine Gedenkstätte für die Ureinwohner erklärt ihre Kultur und ihre einstige Lebensart als Büffeljäger. Beide Seiten werden beleuchtet. So wie auch die der Crow-Indianer, die einstigen Feinde der Lakota-Sioux und verbündeten der Weissen.
Hier liegt meine Yuccafrucht begraben. Shi-go-sh-k`anni-sidia.
Mein 2. Roman ist den Chiricahua-Apachen gewidmet, die nach Geronimos Kapitulation in der Sierra-Madre in der Freiheit verblieben. Den die Kriege mit den Apachen waren nach den offiziellen Armeeberichten im Jahre 1886 vorbei. Lange genug musste die amerikanische Bevölkerung ausharren, ehe diese marodierenden und kriegerischen Apachen aufgeben mussten. Den General Nelson A. Miles konnte sie nur mit einer Lüge, einer Kriegslist überhaupt zu einer Kapitulation überreden. Um weitere Ausbrüche aus dem Reservat in Arizona zu unterbinden, und um die Kampfmoral der letzten Rebellen zu brechen, deportierte man auch die friedlichen Chiricahuas mit dem Zug nach Florida, wo sie in Konzentrationslagern ihr Leben fristeten. So ergab sich auch Mangus, der Sohn von Mangas Coloradas mit seinen Gefährten einige Wochen nach Geronimos Kapitulation der US-Armee. Das Apachenproblem schien endgültig gelöst zu sein! In den Zeitungen wurde der grossartige Sieg gefeiert und zelebriert. Die Indianer bezichtigte man als Mörder, die man nicht verschonen, sondern an den Galgen bringen sollte. Einige wohlgesinnte Weisse konnten dies aber verhindern.
Niemand von der US-Armee wollte nach diesem grossartigen Triumph zugeben, dass es immer noch einige freilebende Chiricahuas gab. Ausserdem lebten diese wenigen Indianer zurückgezogen im Gebirge, im Grenzgebiet in Nordmexiko und waren deshalb kaum eine ernstzunehmende Bedrohung. Den Mord und Totschlag gehörte in Arizona noch immer zur Tagesordnung der weissen Bevölkerung. Darum gerieten diese südlichen Chiricahuas allmählich in Vergessenheit.
Nicht aber in Mexiko, wo sie als Bronco Apachen bekannt waren und immer noch ihren Raubzügen nachgingen. Ihre berüchtigten Kriegszüge wurden jedoch fast gänzlich eingestellt. Es kam nur noch zu einigen unvermeidbaren Scharmützeln.
Dies ist eine kaum bekannte Geschichte über Francisco Fimbres und die Sierra Madre Apachen in Mexiko, die sich in den 1930er Jahren zugetragen hatte. Eine Sonnenaufgangszeremonie wird geschildert, sowie ein Märchen von Koyote.
Wegen eines entführten Sohnes eröffnet Fimbres die Jagd auf die letzten Bronco-Apachen in der Wildnis Mexikos. (Leider existieren nur ein paar wenige Photoaufnahmen von dem Apachenjäger Francisco Fimbres und von den beiden Indianerinnen Lupe und Bui, die in mexikanische Gefangenschaft gerieten. Einige wenige Beweise über ihre damalige Existenz in Nordmexiko. Es wird vermutet, dass nach 1932 immer noch einige Chiricahua-Apachen in der zerklüfteten Sierra El Tigre, (Sierra Madre) lebten. Vermutlich bis in die 1950er Jahre! )
Es ist kaum zu glauben, aber in der damaligen Zeit-Epoche war es den Mexikanern noch immer gestattet, Skalpe von Apachen zu nehmen. Den auch die Mexikaner gingen nicht zimperlich mit der Urbevölkerung vor.
Der Roman wurde Ernsthaft aber auch mit Humor geschrieben und stützt sich auf zahlreiche, zeitgemässe Quellen. Die Kultur der Apachen entspricht der Realität.
Der befremdlich klingende Titel des Buches: Hier liegt meine Yuccafrucht begraben,
ist ein gebräuchlicher Ausdruck der Chiricahua-Apachen.
Teuflisches Todeslied
Mein 3. Roman ist eine Horrorkomödie die sich im historischen Wilden Westen um 1878-1883 ereignet. Obwohl die Protagonisten etwas durchgeknallt sind, so ist der Hintergrund der Geschichte historisch belegt. Die Ortschaften, die Landschaften, die Pflanzen, die Kakteen, die Tiere und die Waffen habe ich genau recherchiert. Die Papago Indianer, die sich Tohono o`odham nennen habe ich so beschrieben wie sie gelebt haben und teilweise immer noch leben. Die San Xavier Mission wird nach alten Photos von Arizona beschrieben. So habe ich auch alte Stadtpläne von Tucson studiert, um sogar die Strassennamen richtig weiterzugeben.
Die von Deutschen gegründete Stadt Wickenburg mit ihrer Umgebung habe ich selbst erkundet und sie detailgeträu geschildert. So gibt es sogar den uralten Gefangenenbaum, an den die Sträflinge angekettet waren. Ich wollte alles so authentisch wie möglich in diese Horrorkomödie verpacken.
So bin ich auch durch die Kakteenwüste hindurch auf den Bergsattel des Vulture Peak hinaufgewandert, um den letzten Teil, die Nasenspitze zu erklimmen. Von dort habe ich das Photo meines Buchcovers aufgenommen mit dem riesigen Saguaro. Das Bild ist kein Fake, denn sogar dort oben wachsen Saguarokakteen. Beim Vulture Peak ist sozusagen das dramatische Ende des Romans. Mehr möchte ich aber nicht darüber erzählen, um nicht Zuviel zu verraten.
Doch die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Jack Slater und seine Gefangenen. Das psychologische Drama verfügt über einige unerwartete Wendungen. So wird Jack Slaters Geheimnis erst beim letzten Schuss gelüftet. Auch bei diesem Roman wurde eine professionelle Korrekturlesung veranlasst, um orthografische Fehler zu beseitigen.
Wenn sie sich auf diesen Roman einlassen, garantiere ich ihnen ein unvergessliches Erlebnis im Südwesten der USA. Das Ende besticht durch einen aussergewöhnlichen Showdown.
-Tom Prescott