Thomas Backus wurde 1969 in Biedenkopf geboren. Er wuchs auf in der Altstadt in einem Haus, das man Klingelburg nannte. Von seinem Fenster aus konnte er den Hexenturm sehen, der sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite aus dem Schlossberg erhob.
Der Hexenturm wurde niemals als Gefängnis für verurteilte Hexen genutzt, sondern war ursprünglich ein Trum in der Stadtmauer, und zwischen ihm und dem Elternhaus befand sich früher ein Tor. Wollte man dort Nächtens hindurch, musste man klingeln. Daher der Name des Hauses.
Wenn die Kinder die Klippe beim Hexenturm erklommen, konnten sie durch den Wald hindurch bis hoch zum Biedenkopfer Landgrafenschloss laufen. Im Schloss selbst gab es damals einen Rittersaal mit vielen alten Rüstungen und Schwertern. Hinter dem Schloss wurden weitere Mauern ausgegraben, auf denen man herrlich Ritter spielen konnten.
Das, und das Lesen von Märchen und klassischen Sagen hat Thomas Backus nachhaltig geprägt. Für ihn war das Leben ein Abenteuer voller Magie, Helden und Monster.
Dass es ihm Spaß machte, Geschichte zu schreiben, merkte er zuerst in der Schule. Seine Aufsätze waren oft besonders lebhaft. Als er unter dem Thema Morgens nach sieben ein Zwerg mehrere Schulhefte vollschrieb, bestanden seine Schulkameraden, dass er sie komplett im Unterricht vorlas (leider ist diese Geschichte verschollen).
Mit 14 Jahren veröffentlichte er seine erste Geschichte gegen Honorar. Leichenschmaus als Leserstory der Woche in einem John Sinclair Heftroman.
Auch während Thomas Backus die Realschule besuchte, und auch recht gut abschloss, schrieb und veröffentlichte er Geschichten. Weil ihm jedoch jeder riet, einen ordentlichen Beruf zu ergreifen, wurde er Fleischer. Seine Berufswahl entsprach nicht besonderen Neigungen (obwohl er recht gerne isst), er wusste nach der Schule schlichtweg nicht, was er werden wollte, und stieß blind mit dem Finger in die Gelben Seiten. Eine Bewerbung später erlernte er den Beruf des Fleischers.
In der Berufsschule schrieb er nebenbei für die Schülerzeitung, und machte später als Fleischergeselle während seines Jahresurlaubs ein Praktikum bei der Oberhessische Presse, der regionalen Tageszeitung
Er arbeitete als Freier Journalist und absolvierte später ein Volontariat bei der Zeitschrift Coupé.
Leider war es ihm nicht vergönnt, Hauptberuflich im Journalismus zu arbeiten, aber er holte auf der Abendschule sein Abitur nach und schrieb weiter Geschichten.
2006 tat sich Thomas Backus mit Ralph Haselberger, Volker Ilse und Stefan Fels zusammen. Die vier gründeten die Autorengruppe Die Apokalyptischen Schreiber. Sie wollten sich gegenseitig beim Schreiben unterstützen. Um sich bei ihren Lesungen stilecht in Szene zu setzen nähten sie sich Kutten, was beim interessierten Publikum sehr gut ankam.
Bevor sie selbst konkrete Pläne für ein Buch hatten, kam der Persimplex-Verlag auf sie zu, und er machte ihnen ein Angebot, dass sie nicht abschlagen konnten! Sie hatten vollkommen freie Hand uns konnten schreiben was sie wollten. Das Ergebnis war ein Buch mit dem Titel In Blut geschrieben. Es enthielt, gemäß ihrem Apokalyptischen Motto Geschichten von Tod, Krieg, Pestilenz und Hunger.
Thomas Backus schrieb als Apokalyptischer Hunger Geschichten vom Essen und Gegessen werden…
Im selben Jahr besuchten Volker Ilse und Thomas Backus erstmalig das Late-Night-Lesen in Marburg, wobei sie ihren Horizont enorm bereicherten. Hatte sie bis dahin vorwiegend Horrorgeschichten geschrieben, wandten sie sich nun neuen Themen zu.
Thomas Backus veröffentlichte nun auch Kindergeschichten und Science Fiction, und widmete sich sogar der Liebe & Erotik. Aktuell ist er in einem Buch mit erotischen Weihnachtsgeschichten vertreten: Süßer die Glocken…
Das Jahr 2011 war für Thomas Backus ein gutes Jahr. Erstmals gab er selbst ein Anthologie heraus: Die Klabauterkatze und andere Funstücke des Grauens.
Das Buch war eine Zusammenarbeit der Autorengruppe Geschichtenweber und dem Verlag Torsten Low.
Und er veröffentlichte das erste eigene Buch: Zombies! Sie werden dich fressen!
Letzteres enthält recht garstige Geschichten, aber nicht ohne eine aktuelle Relevanz und Sozialkritik. Gewürzt mit einer Überdosis an schwarzem Humor.
Dieses Buch, und seine Anthologie, stellte Thomas Backus anlässlich der Frankfurter Buchmesse auf dem sogennanten BuCon, einer Fan Convetion vor. Die Lesungen waren recht gut besucht, und die Besucher waren von seiner lebhaften Art, Geschichten zu erzählen, begeistert.
Das ist der aktuelle Stand. Im Moment arbeitet Thomas Backus an weiteren Büchern und weiteren Lesungen. Der Kontakt zu seinen Lesern ist sehr wichtig, und ihre Reaktionen beim erleben seiner Geschichten saugt er in sich auf. Vielleicht kann er auch Sie auf einer Lesung begrüßen, er würde sich freuen! Termine auf http://backus.blogg.de