Ich bin Jahrgang 1973, Facharzt für Chirurgie in der in der allgemeinchirurgischen Abteilung eines Krankenhauses und verheiratet, einen Sohn dürfen wir zu unserer Familie zählen.
Begonnen habe ich mit dem Bogenschießen 2002, als ich auf einem Mittelaltermarkt einen ungarischen Reiterbogen gesehen und gekauft habe. Ich war zu Beginn an fasziniert von diesem einfachen Gerät, welches so eine Kraft entfalten konnte.
Schnell war der erste Bogenbaukurs besucht, und weiter ging der Spaß!
Meine ersten Pfeile waren eine Katastrophe. Ich hatte viel Spaß beim basteln, aber aus jetztiger Sicht... mich schudderts immer noch.
Einige Zeit danach hatte ich mich nur sporadisch mit dem Bogenschießen befasst, wenig Zeit zum Schießen, aber viel Zeit zum Nachdenken. Nachdem ich 2008 einen Kurs im traditionellen Bogenschießen bei Henry Bodnik gemacht habe, war das Fieber endgültig entbrannt.
Um mehr zu lernen, und wie ich das Optimum an Anfänger weitergeben kann, besuchte ich den Trainerkurs I der Archery Academy und den Schiesssportleiterlehrgang des DFBV im Jahr 2010, 2012 werde ich am Trainerkurs II teilnehmen.
Neben meiner Tätigkeit in meinem Heimatverein als Trainer und Sportleiter der Bogenabteilung unseres Vereines besuche ich regelmäßig diverse 3D-Turniere und versuche so viel wie es die Zeit zulässt, durch das Lesen auch nicht nur "traditioneller" Literatur über den Tellerrand zu sehen.
Das faszinierende am traditionellen Bogenschießen finde ich, dass man nie auslernt. Immer entdeckt man ein neues Detail an sich, seiner Technik, an seinen Vorlieben für Pfeile und Bögen. Und dieses Lernen, das daraus gewonnene Wissen weiter zu geben, damit alle so einen Spaß am traditionellen Bogenschießen haben, ist für mich eine große Befriedigung.
Traditionelles Bogenschießen ist für mich mehr als nur ein Hobby oder ein Sport. Es ist eine lebensbegleitende Beschäftigung, faszinierend, antreibend und herausfordernd.
Mein Buch habe ich aus eben diesen Beweggründen geschrieben. Und würde man die bisherigen Ausgaben lesen erkennt man auch zum Teil meine eigene Entwicklung. Ich wollte kein abgehobenes "Lehrbuch" wie in der Schule schreiben, es soll immer der Seitenblick auf die Entwicklungsförderung des Lesers bestehen bleiben.
Traditionelles Bogenschießen kann man nicht in ein ABC-Schema stecken, auch wenn der Ansatz dazu vielleicht helfen kann. Doch bleibt man in einem Schema stecken, verbirgt sich der Blick auf die Vielfalt, die dieser Sport zu bieten hat.
Auch soll der Humor nicht zu kurz kommen, denn nichts finde ich schlimmer, als einen Sport, der Spaß machen soll, wie ein Sachbearbeiter eines Amtes zu vermitteln. Wenn Sie das Buch lesen, werden Sie merken, was ich damit meine. Humor ist wichtig.