Fünf Jahre war Andrea Mohr in einem der härtesten Frauengefängnisse der Welt inhaftiert in Melbourne Australien als einzige deutsche Insassin (German oder auch oft Kraut genannt). Vorher arbeitete sie als Striptease-Tänzerin und Fotomodell, ehe sie in den Drogenhandel einstieg und fortan vor allem Kokain im großen Stil und über Kontinente hinweg schmuggelte. Sie war die einzige Frau in dieser Größenordnung, die mit dem kolumbianischen Drogen Kartell arbeitete. Das Geschäft erlaubte ihr ein glamouröses Leben, sie war zu Gast bei Filmstars wie Michael Douglas und Danny DeVito - bis dieses extravagante Leben durch die plötzliche Verhaftung und Verurteilung in Melbourne ein jähes Ende fand.
Andrea Mohr wurde 1963 in der pfälzischen Provinz geboren. Für kurze Zeit studierte sie in München und Berlin, bevor sie als Hostess, Fotomodell, Schauspielerin und Striptease-Tänzerin unter anderem in Osaka, Japan arbeitete, wo europäische Hostessen viel Geld verdienten. 1997 heiratete sie Werner Paul Roberts und zog mit ihm nach Melbourne. Ihr damaliger Lebensgefährte, mit dem sie in Berlin zehn Jahre lebte kam nach, fortan lebten sie zu Dritt. Alle drei organisierten von nun an internationale Schmuggelgeschäfte. 1999 wurden sie verhaftet. Andrea Mohr wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Nach fünf Jahren wurde sie entlassen und nach Deutschland deportiert.
Heute lebt Andrea Mohr wieder in Neustadt an der Weinstraße. Sie ist journalistisch tätig und schreibt als Autorin Sachbücher sowie Kurzgeschichten für diverse Literatur¬Magazine Fiction und Non-Fiction. Daneben veranstaltet sie Multi-Media-Lesungen, eine one-woman-show "This is not a Striptease". Andrea Mohr bietet auch Hilfe für die Reintegration von Frauen nach der Haft an. Darüber hinaus engagiert sich die Autorin weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe, für bessere Haftbedingungen bei Amnesty International, für Frauenhäuser und gegen Fremdenhass. Ehrenamtlich liest sie auch in JVAs
Ich habe Pixie selbst in deutscher wie in englischer Sprache geschrieben, aber Deutsch ist und bleibt meine Heimatsprache. Viel Spaß beim Lesen