Wolfgang Polt

Wolfgang Polt

Geboren 1962 in Wien

Seit 1999 lebhaft in Niederösterreich

Seit 2005 in freier Praxis in Wien tätig als systemischer Aufsteller, systemischer Berater, systemischer Supervisor, Trainer und Autor

Eine meiner Essenzen der Aufstellungen mit dem Systenmbrett der vergangen Jahre lautet: "Wir können unsere Vergangenheit nicht mehr ändern - nur unsere Sichtweise darauf!"

Vieles, das wir in unserer Vergangenheit als negativ bewertet haben, hindert uns heute beispielsweise durch gewisse Verhaltensmuster an einem ungehinderten, freien, selbst bestimmten Leben. Viele dieser Erlebnisse warten aus meiner Erfahrung nur darauf, neuerlich be(tr)achtet und diesmal möglicherweise mit einer ganz neuen Bewertung wahr genommen zu werden.

Aufstellungen mit dem Systembrett bieten die Möglichkeit des neuerlichen Erlebens des Vergangenen und der neuerlichen Bewertung. Möglicherweise - und die Erfahrung zeigt: fast immer! - gelingt es den KlientInnen etwas absolut negativ belegtes in diesem neuen Licht positiv zu sehen. Das bringt Licht in die dunkelsten Ecken unserer Vergangenheit, um es sehr pathetisch zu formulieren, und bietet frei nach dem Motto "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!" die Chance, altes Belastendes los zu lassen und sich für neue, freie Wege zu entscheiden!

Dazu ein Beispiel aus meiner Praxis: ein Klient wurde sofort nach seiner Geburt in den Brutkasten gelegt. Dieses Erlebnis bewertete der Klient als äußerst negativ. Anstatt willkommen geheißen zu werden, wurde er von seinen Eltern getrennt - quasi "einer Maschine übergeben".

Als Basisinformation bildete der Klient unter anderem die Glaubenssätze,

• dass er nicht willkommen sei und

• dass er von niemandem erwartet werde.

Basierend auf diesen Glaubenssätzen formte er gewisse Schutzmechanismen, die ihm zwar einerseits Schutz boten, aber andererseits auch am Leben hinderten.

Jetzt führten ihn diese Schutzmechanismen in meine Praxis, weil er sich diesen stellen, näher beleuchten und vor allem auf Aktualität überprüfen wollte.

In der Aufstellung mit dem Systembrett stellte der Klient unter anderem das Erlebnis des Brutkasten auf und betrachtete es - knapp fünfzig Jahre später - mit der Sichtweise und den Augen von heute. Und was nahm er da wahr - anstatt eines traumatischen, furchtbaren Erlebnisses konnte mein Klient plötzlich wahrnehmen, dass er diesem Erlebnis möglicherweise sein Leben verdankte. Wozu also noch Schutzmechanismen?

Die Aufstellung mit dem Systembrett hat meinem Klienten ein neues Bild, ein neues Verständnis seiner Vergangenheit geschenkt. Auf Grund dieser neuen Sichtweise kann er nun seine Schutzmechanismen überdenken und sein Verhalten entsprechend ändern.

Mehr Informationen zu den Aufstellungen mit dem Systembrett finden Sie auf www.systembrett.at - ich freue mich auf Ihren Besuch!