Über mich
Reiseschriftsteller · Pilger · Autor
Ich schreibe über Wege.
Über jene, die tatsächlich unter unseren Füßen liegen, und über jene, die wir im Laufe unseres Lebens gehen.
Heute lebe ich auf einer Finca unterhalb von Quesada, umgeben von Olivenhainen und dem Licht Andalusiens. Von hier aus entstehen Romane, Kinderbücher, poetische Texte und Reisegeschichten.
Das Pilgern hat mich gelehrt, langsamer zu werden.
Andalusien hat mich gelehrt, genauer hinzusehen.
Und das Schreiben verbindet beides.
Ich schreibe Geschichten, die ihre eigenen Wege gehen.
Manche Geschichten beginnen an einem Schreibtisch.
Andere auf einem staubigen Weg, unter weitem Himmel oder dort, wo man eigentlich nur für einen Augenblick stehen bleiben wollte.
Ich bin Autor und Pilger. Und vielleicht ist das eine vom anderen gar nicht so weit entfernt.
Denn Schreiben bedeutet für mich, aufzubrechen, ohne immer zu wissen, wohin der Weg führt. Es bedeutet, Spuren zu folgen, Umwege zuzulassen und aufmerksam zu bleiben für das, was am Rand des Weges auf uns wartet.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen Deutschland und Andalusien, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Wirklichkeit und jener leisen Ahnung, dass hinter den sichtbaren Dingen manchmal noch etwas anderes verborgen liegt.
Andalusien ist für mich mehr als eine Landschaft. Es ist Licht und Weite, Stille und Geschichte. Olivenbäume unter flimmernder Sonne, alte Mauern, schmale Gassen und Berge, hinter denen der Horizont immer noch ein wenig weiterzugehen scheint.
Viele meiner Geschichten tragen etwas von diesem Süden in sich.
Auch das Pilgern hat meinen Blick verändert. Wer lange zu Fuß unterwegs ist, lernt, langsamer zu sehen. Plötzlich werden die kleinen Dinge wichtig: ein Schatten am Weg, ein unerwartetes Gespräch, ein Blick in die Ferne, eine offene Tür oder die Stille eines Morgens.
Vielleicht schreibe ich deshalb so gern über das Unterwegssein.
Nicht nur über Wege auf einer Landkarte, sondern über jene Wege, die wir in uns selbst zurücklegen. Über Menschen, die suchen, zweifeln, aufbrechen und manchmal gerade dort etwas finden, wo sie es am wenigsten erwartet hätten.
Mit meinen Büchern möchte ich meine Leser ein Stück auf diesen Wegen begleiten.
Vielleicht nach Andalusien.
Vielleicht auf einen alten Pilgerpfad.
Vielleicht in eine Geschichte voller Geheimnisse und Entdeckungen.
Und manchmal einfach zu sich selbst.
Denn eines habe ich beim Schreiben und beim Pilgern gelernt:
Nicht jeder Weg braucht ein bekanntes Ziel.
Manchmal genügt der Mut, den ersten Schritt zu gehen.