Rengha Rodewill

Rengha Rodewill ist Autorin, Fotografin, Publizistin und Künstlerin. Geboren in Hagen/Westfalen, studierte sie zunächst Bühnentanz bei Ingeburg Schubert Neumann und wandte sich anschließend der Malerei zu, die sie bei dem deutsch-amerikanischen Professor Will D. Nagel studierte. Studienaufenthalte in Italien und Spanien erweiterten ihren künstlerischen Weg.

1978 übersiedelte sie nach Berlin, wo sie ihr Atelier eröffnete; 1998 folgte ein weiteres Atelier in Potsdam-Babelsberg. Prägend für ihre künstlerische Entwicklung war auch der Austausch mit dem deutschen Maler Emil Schumacher. Ihre Arbeiten wurden im In- und Ausland präsentiert und befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Von 2000 bis 2011 stand Rengha Rodewill in künstlerischem Austausch mit der deutschen Lyrikerin Eva Strittmatter.

Seit 2010 widmet sie sich vor allem der Fotografie, dem Schreiben und der Publikation dokumentarischer und historischer Sachbücher. In ihren Büchern und fotografischen Arbeiten begibt sie sich auf Spurensuche nach Geschichte und den individuellen Lebenswegen, die mit ihr verbunden sind. Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden die deutsche Zeitgeschichte, der Nationalsozialismus, die deutsch-jüdische Geschichte und die politische Repression in der DDR.

Eine besondere Rolle spielen Frauen als Akteurinnen und Zeitzeuginnen der Geschichte sowie als Bewahrerinnen von Erinnerung. Auch Berlin ist ein wiederkehrender Schauplatz und Bezugspunkt ihrer Publikationen.

Charakteristisch für Rodewills Arbeit ist ein interdisziplinärer Ansatz, der Fotografie, Literatur, biografische Zeugnisse und historische Dokumente miteinander verbindet. Daraus entsteht eine eigenständige erzählerische Form, in der individuelle Erinnerung und kollektive Geschichte miteinander in Dialog treten.

Rengha Rodewill lebt und arbeitet in Berlin.

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