Ein italienisches Restaurant, zwei Frauen, Freundinnen, man kann es spüren, in ein Gespräch vertieft. Wir kommen näher und hören wie sie alle Szenarien eines Seitensprungs durchspielen. Eine der beiden Frauen nickt, fordert die andere auf, das Buch zu schreiben, während diese bescheiden abwehrt, Zweifel hegt, das zu können. Eine Zeit später, die Autorin steht mit der Druckausgabe ihres Buches, einer Flasche Champagner und einer Schale Erdbeeren, vor dem Haus der Freundin.
Das ist die Entehungsgeschichte des Romans "Das Rosenspiel". Inzwischen ist viel passiert: Ich habe mein zweites Buch, "Gänseblümchen" geschrieben, ein zauberhaftes Buch über meinen Sohn. Danach ging der Verlag, der "Das Rosenspiel" gedruckt hat, in Insolvenz. Ich erhielt meine Verwertungsrechte zurück, musste ihm ein neues Cover geben, damit ich "Rosenspiel" jetzt E-Book anbieten kann. Ob es noch mal eine Printausgabe davon gibt, das weiß ich heute noch nicht.
Beide Bücher sind mit Herzblut geschrieben, haben mir unglaublichen Spaß gemacht, sie zu schreiben, jedes auf seine Art.
Während Rosenspiel ein supertolles Buch um Seitensprung, Intrige, unerwartetem Verlauf ist, ist Gänseblümchen eine Biografie über mein Leben mit meinem behinderten Sohn. Gänseblümchen zu schreiben war einfach schön, holte Erinnerungen aus meinem tiefsten Inneren hervor, die ich mir in meinem Herzen bewahren werde. Es gibt Erinnerungen, die gehören einfach mir und die möchte ich auch nicht teilen. Egoistisch? Vielleicht, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, nach dem Lesen der Bücher. Ich verspreche, es lohnt sich meine Bücher zu lesen.