Claudio Michele Mancini

Claudio Michele Mancini wurde kurz nach Kriegsende als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. 1964 machte er auf einer Klosterschule sein Abitur, studierte in München Psychologie und arbeitete danach als Dozent und Unternehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. Seit 2008 lebt und arbeitet Mancini wieder in der Nähe seines Geburtsortes in Suna/Verbania am Lago Maggiore.

Claudio Michele Mancini wurde kurz nach Kriegsende als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. 1964 machte er auf einer Klosterschule das Abitur, studierte in München Psychologie und arbeitete danach als Dozent und Unternehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. Seit 2008 lebt und arbeitet Mancini wieder in der Nähe seines Geburtsortes in Suna/Verbania am Lago Maggiore.

Im Jahr 2003 erschien seine Satiren-Sammlung Finsterland im Holder-Verlag, Winnenden. Bekannt wurde er durch sein Romandebüt Infamità, das im Jahre 2006 im Ullstein-Verlag erschien. In diesem Thriller beschreibt er psychologische Konstellationen des italienischen Gegenwartsalltags sowie Machtkämpfe innerhalb der Cosa Nostra zwischen dem Mafia-Paten Cesare Carluccio und dessen Rivalen.

In seinem Werk Mala Vita (ersch. Feb 2009), dem umfangreiche Recherchen zugrunde liegen, beschreibt er die mafiösen Geldverschiebungen in karibische Steueroasen des Mafia-Paten Romano Grasso. Dabei geht er besonders auf die Beteiligung westlicher Regierungen, Banken und Geheimdienste, sowie die Vernetzung mit "Paten" der so genannten ehrenwerten Gesellschaft (societá d'onorata) ein. In seinem Roman prangert er das Wissen und die Billigung westlicher Regierungen an, die kaum glaubwürdiges Interesse zeigen, die gewaltigen Kapitalströme in die längst bekannten Steueroasen zu unterbinden. Angesichts des Wirtschaftsdesasters hat sein brisantes Werk eine besondere gesellschaftspolitische Aktualität.

Im Mai 2012 erschien bei Droemer Knaur sein Roman LA NERA. Die "Krimicouch" schreibt: Claudio Michele Mancini hat mit La Nera einen vielschichtigen Mafia-Roman vorgelegt, der glänzend zu unterhalten weiß. Frauen in der Mafia haben vor allem die Rolle, männliche Nachfahren zu zeugen und ihre Kinder zu erziehen. Doch was passiert, wenn der Ehemann oder gar der geliebte Sohn ermordet wird? Dann kann es sehr schnell passieren, dass aus den oft zurückgezogen lebenden Ehefrauen und Müttern die neuen Patinnen werden, die mit ebenso eisernem Regiment die Geschicke ihres Clans übernehmen.

Genau dieses Szenario bildet die Grundlage von La Nera, den man stark vereinfacht als Rache-Thriller bezeichnen könnte. Damit würde man dem Autor jedoch Unrecht tun, denn Mancini schreibt ausführlich über das Innenleben eines Mafiaclans, die organisatorische Umsetzung eines landesweiten Menschen- bzw. Organhandels und die mitunter ermüdenden Ermittlungsarbeiten der Behörden. Dass dabei die Politiker nicht gut wegkommen, versteht sich fast von selbst, denn einerseits hängen sie mitunter an den Fleischtöpfen der ehrenwerten Gesellschaft und bemühen sich daher kräftig, die Ermittlungen zu behindern, andererseits genießen sie selbst bei der Mafia kaum Anerkennung, sind oftmals nur Mittel zum Zweck.

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